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Bremer Nachwuchsforscher ausgezeichnet
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"Jugend-forscht"-Preise gehen nach Bremen

Elke Hoesmann 28.05.2018 1 Kommentar

Dritter Platz im Bereich Mathematik/Informatik für Jonas Bayer, Malte Haßler und Simon Dubischar (von links). Die beiden Studenten und der Schüler Simon Dubischar aus Bremen befassten sich mit diophantischen Gleichungen.
Dritter Platz im Bereich Mathematik/Informatik für Jonas Bayer, Malte Haßler und Simon Dubischar (von links). Die beiden Studenten und der Schüler Simon Dubischar aus Bremen befassten sich mit diophantischen Gleichungen. (FR)

Sieben Studenten und Schüler aus Bremen haben Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht" eingeheimst. Die Jungforscher grübelten mit Erfolg über komplizierte mathematische Aufgaben, und ein 14-jähriger pfiffiger Bremer Preisträger glänzte mit seiner Untersuchung von Zeltisolierungen.

Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) gratulierte den Siegern per Pressemitteilung: „Das sind wirklich großartige, sehr beeindruckende Leistungen." Der Bundessieg sporne weiter an. In Bremen sei das Interesse an dem Wettbewerb ohnehin besonders groß.

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Große Ehre für Marco David (17), Benedikt Stock (19) und Abhik Pal (19) von der privaten Jacobs University in Grohn. Sie erhielten den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit (3000 Euro). Die Jungforscher hätten einen hochkomplexen mathematischen Beweis erstmals per Computer nachvollzogen, hieß es unter anderem bei der Siegerehrung in Darmstadt. Gelungen sie dies mithilfe von „Isabelle“, einer Software zur mathematischen Beweisführung. Und der Beweis belege, "dass sogenannte diophantische Gleichungen stets eine Lösung besitzen".

Auf einen dritten Platz beim Bundesfinale im Bereich Mathematik/Informatik (1500 Euro) kamen Malte Haßler (18), Jonas Bayer (18) und Simon Dubischar (17). Während Haßler und Bayer an der Jacobs University studieren, besucht Dubischar das Kippenberg-Gymnasium in Schwachhausen. Auch sie befassten sich mit diophantischen Gleichungen. Sie habe fasziniert, dass sich bestimmte mathematische Mengen durch diophantische Gleichungen darstellen ließen. In ihrem Forschungsprojekt gingen sie der Frage nach, ob sich diese Darstellung optimieren lasse und wie man mit möglichst wenigen Variablen in den Gleichungen auskomme. 

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Über eine Auszeichnung freut sich auch der 14-jährige Philipp Graell Pflug von der Freien Evangelischen Bekenntnisschule Bremen. Er bekam einen Preis für seine Arbeit auf dem Gebiet "Qualitätssicherung durch Zerstörungsfreie Prüfung" (500 Euro).

Bei einer Übernachtung im Zelt hatte sich der Schüler darüber gewundert, dass er trotz eines dicken Schlafsacks fror. Deshalb forschte er über die Isolierung von Zelten, testete verschiedene Isoliermaterialien wie Pappe, Jute und Rettungsdecken. Schließlich konstruierte der 14-Jährige zwei Modellzelte, bestückte sie mit selbst konstruierten Temperatursensoren und baute sie in einem Kühlraum auf. Das Resultat seiner Messungen fasst die Wettbewerbs-Pressestelle so zusammen: Kombiniert man eine Zeltplane mit einer Mehrfachschicht aus Jute, Zeitung und Rettungsdecke, lassen sich im Zelt angenehme 18 Grad erreichen, obwohl es draußen knapp sechs Grad kalt ist.

"Bremen ist also nicht nur spitze, was die Teilnehmerzahl angeht"

Für Senatorin Bogedan steht nun fest: "Bremen ist also nicht nur spitze, was die Teilnehmerzahl angeht." In keinem anderen Bundesland sei das Interesse am "Jugend-forscht"-Wettbewerb – im Verhältnis zur Schülerzahl – so groß wie hier. "Wir wollen diese tolle Grundlage nutzen, um über die Qualität der Projekte noch mehr junge Forscher zum Bundessieg und zu Spitzenleistungen zu bringen."

Am diesjährigen Bundeswettbewerb hatten 182 Jungforscher mit 105 Projekten teilgenommen. "Jugend forscht" gilt als Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Bundesweit werden nach eigenen Angaben jedes Jahr mehr als 110 Wettbewerbe veranstaltet, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu interessieren, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern.

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"Jugend forscht" richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Die Teilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie dann mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Runde würden Geld- und Sachpreise im Wert von mehr als einer Million Euro vergeben, so die Organisation.

Das "Jugend-forscht!-Netzwerk mit rund 250 Partnern sei die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland, heißt es weiter. Mehr als 5000 Lehrkräfte unterstützen "Jugend forscht" ehrenamtlich als Projektbetreuer und Wettbewerbsleiter, über 3000 Fach- und Hochschullehrer sowie Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys.


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
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Bremen99 am 21.10.2019 20:41
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