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Bremer Funk-und-Soul-Coverband
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Kult und Liebe: Caliber 38 spielen in der Schaulust

Eva Przybyla 06.12.2018 0 Kommentare

Von links: Timm Pyttlik (Trompete), Eddie Bartschat (Saxophon), Janine Smith (Gesang), Johnson Waehneldt (Keyboard), Wolfram Geißler (Gitarre), Rainer Kalning (Schlagzeug)
Von links: Timm Pyttlik (Trompete), Eddie Bartschat (Saxophon), Janine Smith (Gesang), Johnson Waehneldt (Keyboard), Wolfram Geißler (Gitarre), Rainer Kalning (Schlagzeug) (Christina Kuhaupt)

Auch wenn die zwölf Musiker auf den Bandproben ständig streiten, ist für den Schlagzeuger Rainer Kalning „Caliber 38“ seit 40 Jahren ein Zuhause. Schon kurz nach der Gründung der Bremer Funk-und-Soul-Coverband war er Fan. Als der damalige Drummer krank war, sprang er als Ersatz ein und blieb. Auch als die Gruppe 1992 eine lange Pause einlegte, blieb sie für den Musiker, der seitdem in vielen anderen Bands spielte, die Nummer eins. „Noch heute bringen wir das Publikum zum Weinen“, erläutert der 68-Jährige, während er den fünf anderen Bandmitgliedern in seiner Küche Kaffee in türkischen Teegläsern serviert. Und es ist ihnen treu geblieben: „Die Hälfte der Gäste grüßt uns mit Handschlag“, sagt Kalning. Er hofft, dass auch am Freitagabend viele Fans in der Bremer Schaulust den Auftritt der zwölfköpfigen Liveband „Caliber 38 reloaded“ (englisch für wieder aufgeladen) verfolgen werden.

Manche Fans hätten in den vergangenen Jahren auf Gigs gedrängt, erinnert sich Kalning. Doch ausschlaggebend für die Neuauflage von „Caliber 38“ war für den Drummer seine Silberhochzeit 2017. „Da haben wir das erste Mal nach 25 Jahren Unterbrechung wieder zusammen gespielt“, erläutert er lächelnd, „dann war ich hungrig auf mehr“. Bei den anderen Musikern der ersten Stunde fällt das Wort „Traum“ häufig im Zusammenhang mit dem Comeback. Die neue Sängerin Janine Smith überzeugte das Repertoire.

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Fünf Konzerte hat die neue Formation seit Kalnings Hochzeit in Bremen und Umland gegeben. Die Nachfrage nach der Coverband für Funk-, Soul- und Rocksongs ist groß. Viele kennen die Band schon aus den 70ern und 80ern, als die damals neunköpfige Band unzählige Konzerte spielte. Zu den eindrücklichsten gehört für den Bandgründer und Saxophonist Eddie Bartschat eines in der Bremer Innenstadt. „Der Domshof war gerammelt voll“, sagt der 80-Jährige.

Sie seien damals Pioniere gewesen. „Andere Bands trauten sich an Funk-Songs gar nicht ran“, sagt der Bremer. „Mehrere Saxophone und Trompeten – das war damals ein Alleinstellungsmerkmal“, ergänzt sein Bandkollege Kalning. Nach der Neugründung spielten sie immer noch Tracks von „Earth, Wind and Fire“, Patti Austin und Rose Royce. „Wir wollen Leute zum Tanzen bringen“, erklärt der Schlagzeuger.

„Publikum will bekannte Songs hören“

Eigene Songs haben sie bisher nur wenige geschrieben. „Das Publikum wollte aber lieber die bekannten Songs hören“, sagt Wolfram Geißler, der schon von Beginn an fester Bestandteil der Band war. Er könne sich vorstellen, eigenen Songs zu komponieren – aber nicht, Berufsmusiker zu sein. Dabei war er 1977 so nah dran: Da sollten sie als Vorband für die internationale Discoformation Boney M. durch England touren.

Aber Geißler wollte sein Lehramtstudium nicht unterbrechen. Auch die anderen Bandmitglieder bereuen es nicht, die Tour abgelehnt zu haben. Ihnen geht es nicht um Erfolg. „Ich liebe die Musik zu sehr, als dass ich von ihr abhängig sein will“, sagt Kalning. Für ihn sei das Schlagzeugspielen ein fester Bestandteil seiner selbst. Auch für Geißler ist Musik essenziell: „Ein Leben ohne Gitarre will ich nicht.“

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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...
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