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Plan von Stahmann und Schaefer
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Mehr Geld für Wohnen in Nachbarschaften

Nina Willborn 17.09.2019 0 Kommentare

Anja Stahmann (Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport) schlägt vor, dass das Programm Wohnen in Nachbarschaften (Win) fortgeführt und finanziell aufgestockt werden soll.
Anja Stahmann (Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport) schlägt vor, dass das Programm Wohnen in Nachbarschaften (Win) fortgeführt und finanziell aufgestockt werden soll. (Christina Kuhaupt)

Das Programm Wohnen in Nachbarschaften (Win) soll fortgeführt und finanziell aufgestockt werden. Das zumindest ist der Vorschlag der beiden Grünen-Senatorinnen Anja Stahmann (Soziales, Jugend, Integration und Sport) und Maike Schaefer (Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau). Die aktuelle Summe von bislang 1,75 Millionen Euro pro Jahr soll bis zum Ende der kommenden Förderperiode, die im Jahr 2025 endet, schrittweise erhöht werden: im ersten Jahr um 530.000 Euro bis hin zu 580.000 Euro im sechsten Förderjahr. Insgesamt würde das Win-Budget dann auf rund 2,3 Millionen Euro steigen und damit rund 33 Prozent höher sein als ­bisher.

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Der Plan der beiden Ressorts entspricht dem, was das aktuelle Gutachten empfiehlt, in dem die Wirkungen und Bedarfe der aktuellen Förderung, die Ende Dezember ausläuft, untersucht wurden (wir berichteten). „Win ist ein sehr erfolgreiches Programm, von dem sehr viele Menschen profitieren“, sagte Maike Schaefer. „Es zeigt sich, dass auch in Zukunft die Win-Quartiere einen Großteil der gesamtstädtischen Integrationsleistungen er­bringen.“

Auch Maike Schaefer spricht sich für weitere finanzielle Unterstützung für das Programm Wohnen in Nachbarschaften (Win) aus.
Auch Maike Schaefer spricht sich für weitere finanzielle Unterstützung für das Programm Wohnen in Nachbarschaften (Win) aus. (Christina Kuhaupt)

Neben der Erhöhung des Budgets wollen sich die beiden Senatorinnen für die Einführung eines neuen Landesprogramms für „Lebendige Quartiere“ einsetzen. Darin könnte nach ersten Schätzungen von Anja Stahmann rund eine Million Euro pro Jahr zur Verfügung stehen, mit der seit Langem gut etablierte Win-Projekte gefördert werden könnten, die dann das Win-Budget entlasten würden. Stahmann: „Viele dieser Win-Dauerbrenner sind über die letzten Jahre in den Quartieren zu bewährten Regelangeboten geworden. Wir müssen sie künftig dauerhaft absichern.“

„Wir werden ein Diskussionspapier vorlegen"

Gleichzeitig sollen mit dem Landesprogramm auch Projekte in denjenigen Stadtteilen oder Quartieren ermöglicht werden, die zum Beispiel zu klein sind, um als eigenes Win-Gebiet gefördert zu werden. Die endgültige Höhe des Landesprogramms muss letztendlich aber noch in den Haushaltsberatungen festgelegt werden. „Wir werden ein Diskussionspapier vorlegen, mit dem wir in den Senat gehen. Über die Höhe des Landesprogramms werden wir dann noch diskutieren müssen“, sagte ­Schaefer.

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Grundsätzlich, davon gehen beide Senatorinnen aus, bestehe parteiübergreifend Konsens darüber, dass Bremen Wohnen in Nachbarschaften auch zukünftig brauche. Deshalb solle die Förderung, sagte Stahmann, per Senatsbeschluss auch in der Zeit ab Ende des Jahres bis voraussichtlich in den Herbst 2020 gesichert sein, in der es noch keinen neuen Haushalt gebe. „Sozialer Zusammenhalt ist eines der großen Themen unserer Koalition“, sagte Schaefer. Zusätzlich sollen deshalb auch die Ressorts der Kolleginnen Claudia Bogedan (SPD, Bildung) und Claudia Bernhard (Linke, Gesundheit) in die Win- und Landesprogramm-Planungen stärker einbezogen werden.

Die Untersuchung des aktuellen Zeitraums hatte ergeben, dass vor allem Gröpelingen auch in Zukunft ein Win-Schwerpunkt bleiben solle. Dort leben mehr als 21.000 Menschen in einem Stadtteil, der einen extrem niedrigen Index nach den vier Win-Kriterien (Bedarf an Sprachförderung, Nicht-Abiturquote, Bezug von Transferleistungen als Erwachsene sowie Jugendliche unter 15 Jahren) aufweist. Stahmann: „Die Forscher geben uns den eindringlichen Rat, in Gröpelingen mehr zu tun.“ Dort soll deshalb die Förderung auf 150 Prozent aufgestockt werden, was in der Praxis eine halbe Quartiermanager-Stelle bedeuten würde.


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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...
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