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Verkehrsprojekt für Bremens Innenstadt
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Neue Fahrradbrücke über die Weser geplant

Jürgen Theiner 13.04.2017 40 Kommentare

Die Bremer Altstadt und die Neustadt sollen durch einen weiteren Brückenschlag über den Stadtwerder hinweg miteinander verbunden werden. Die Pläne der Baubehörde sehen vor, dass Fußgänger und Radfahrer die neue Route in Höhe der Hochschule für Nautik ab 2021 nutzen können. Damit wäre für den nicht motorisierten Verkehr der Ringschluss zwischen den Wallanlagen beiderseits der Weser vollendet.

Die Idee, östlich der Wilhelm-Kaisen-Brücke eine weitere Verbindung über Weser und Kleine Weser zu schaffen, ist ein lang gehegter Wunsch des Neustädter Beirates. Auch in diversen städtebaulichen Programmen wie „Bremen Innenstadt 2025“, dem Verkehrsentwicklungsplan und dem Entwicklungskonzept Alte Neustadt/Buntentor tauchte die Idee schon auf. Doch lange war sie mehr ein Traum als ein Projekt.

Das ändert sich gerade, denn jetzt liegt eine Machbarkeitsstudie vor, die das Vorhaben konkretisiert und einen Kostenrahmen zieht, der von Bausenator Joachim Lohse (Grüne) für realistisch gehalten wird. Seine Behörde will das Projekt zügig in Angriff nehmen, Lohse wirbt für die notwendigen politischen Beschlüsse. „Wir erhalten zu vertretbaren Kosten neue und dringend benötigte Infrastruktur für die Stadt und entlasten die bereits bestehenden Straßen und Brücken“, schwärmt der Senator von den Plänen.

Zehn Millionen Euro Gesamtkosten

Konkret ist Folgendes vorgesehen: In einem ersten Bauabschnitt soll eine 124 Meter ­lange Bogenbrücke über die Kleine Weser errichtet werden, die die Alte Neustadt auf Höhe der Piepe mit dem Stadtwerder verbindet. Dort erfolgt die Anbindung über die Verwallung im Stadtwerderpark an die bestehende Wegeführung. Für die Bewohner des Stadtwerders wäre bereits dieses erste Teilprojekt ein großer Gewinn. Sie hätten einen stark vereinfachten Zugang zur In-frastruktur des Buntentors mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und Kulturangeboten.

Umgekehrt würde den Neustädtern das Naherholungsgebiet des Stadtwerders besser zugänglich. Die Kosten für diesen Brückenabschnitt in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro hat die Baubehörde bereits für den Doppelhaushalt 2018/19 angemeldet. Sofern die Deputation im ersten Quartal 2018 grünes Licht gibt, wäre ein Baubeginn im Herbst 2019 realistisch. Ein Jahr später könnte die neue Querung der Kleinen Weser mit ihrer drei Meter breiten Radler-Fahrbahn und einem zwei Meter breiten Fußgängerstreifen eingeweiht werden.

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Im Anschluss soll es mit der Schrägseilbrücke über die Weser weitergehen. In einer Gesamtlänge von 249 Metern würde sie den an dieser Stelle 110 Meter breiten Fluss überspannen, und zwar zwischen der DGzRS-Zentrale und der Tiefer in Höhe des Einmündungsbereichs Altenwall. Radler, die auf dem Osterdeich Richtung Wilhelm-Kaisen-Brücke unterwegs sind, würden dieses Bauwerk unterqueren. Kostenpunkt für den zweiten Bauabschnitt: rund 6,5 Millionen Euro. Insgesamt würden also Kosten von knapp zehn Millionen Euro anfallen. Ein Drittel dieses Betrags erhofft sich das Bauressort des Senats aus dem Bundesprogramm „Aktion Stadt- und Ortsteilzentren“.

Entlastung der Wilhelm-Kaisen-Brücke

Aus Sicht des Bauressorts hätte der Ringschluss zwischen den Wall- und Neustadtswallanlagen eine ganze Reihe handfester Vorteile. An vorderster Stelle nennt Bausenator Lohse die Entlastung der Wilhelm-Kaisen-Brücke von einem Gutteil des Fahrradverkehrs. In Spitzenmonaten wird sie stadteinwärts von bis zu 245 000 Radlern genutzt, in die umgekehrte Richtung von 135 000. Da sich viele Radfahrer nicht um das Rechtsfahrgebot scheren, kommt es auf der Brücke und den Zufahrten immer wieder zu gefährlichen Situationen. Auch für die Anbindung der künftigen Gartenstadt Werdersee mit rund 600 Wohneinheiten im Endausbau wäre der Brückenschlag über Weser und Kleine Weser ein Gewinn. Außerdem würde sich die neue Weserquerung mit der geplanten Fahrrad-Premiumroute gut vernetzen, die am linken Weserufer im Bereich der sogenannten Stadtstrecke entstehen soll.

Zuletzt hatte Bremen 1992/93 mit der Teerhofbrücke eine neue Flussquerung im Innenstadtbereich geschaffen. Die Konstruktion nach Entwürfen des Bremer Architekten Dieter Quiram sollte 5,5 Millionen Mark kosten. Daraus wurden letztlich rund 13 Millionen, weil an der ursprünglichen Planung noch umfangreiche Änderungen vorgenommen wurden.


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Leserkommentare
hopfen am 21.10.2019 11:38
Ein sehr gutes Beispiel dafür wie realitätsfern Politiker inzwischen sind. Würden alle fast identische Ferienzeiten bekommen, würde das absolute ...
admiral_brommy am 21.10.2019 11:29
Zitat: ".....und die Behörden lehnen seinen Asylantrag ab. "

Ausreisepflichtig scheint er aber nicht zu sein. Warum?
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