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Ressort soll Gesundheit und Pflege in Bremen vereinen

Sabine Doll 13.07.2019 1 Kommentar

Die Pflege ist eine der großen Herausforderungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Auch Bremen steuert auf einen größer werdenden Fachkräftemangel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu.
Die Pflege ist eine der großen Herausforderungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Auch Bremen steuert auf einen größer werdenden Fachkräftemangel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu. (Schmidt /dpa)

Bislang waren zwei Senatsressorts für das Thema Pflege zuständig: die Sozial- und die Gesundheitsbehörde. Angesichts der Zunahme von Pflegebedürftigen in Bremen und des größer werdenden Fachkräftemangels in Krankenhäusern und Einrichtungen fordern Arbeitnehmervertretungen und Pflegeverbände die künftige rot-grün-rote Regierung auf, ein gemeinsames Ressort Gesundheit und Pflege zu schaffen.

„Es gibt viele Schnittstellen zwischen der Gesundheits- und der Altenpflege; ganz konkret etwa, weil ältere Menschen, die in Pflegeheimen betreut werden, immer wieder auch im Krankenhaus behandelt werden müssen. Diese Schnittstellen gilt es jetzt aufzulösen“, sagt Elke Heyduck, Geschäftsführerin der Bremer Arbeitnehmerkammer. Durch eine Zusammenlegung in einem Ressort würde die Bedeutung der Pflege politisch aufgewertet, eine moderne Gesundheits- und Pflegelandschaft könnte besser aus einer Hand gestaltet werden.

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Das sei vor allem auch angesichts der künftig gemeinsamen Ausbildung in Alten- und Krankenpflege ab dem kommenden Jahr ein notwendiger Schritt, wie die Arbeitnehmerkammer, die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer gemeinsamen Erklärung fordern. Auch die Bremer Krankenhausgesellschaft (HBKG) spricht sich dafür aus: „Was den Bereich Beruf und Ausbildung betrifft, sollte dies an einer Stelle zusammengefügt werden“, sagt der Geschäftsführer der HBKG, Uwe Zimmer, auf Nachfrage.

Im Interesse von pflegenden Angehörigen

In der vergangenen Legislaturperiode war dem Gesundheitsressort auch der Bereich Verbraucherschutz zugeordnet. Die Konzentration von Gesundheit, Verbraucherschutz und Pflege in einem Ressort hält der Bremer Regionalbeauftragte der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen, Reinhard Leopold, vor allem auch im Interesse pflegender Angehöriger für sinnvoll: „Sie stehen unter hohen physischen und psychischen Belastungen. Pflegende Angehörige brauchen einfache, übersichtliche und logische Strukturen, wenn es um Zuständigkeiten und Unterstützung geht.“ Die vorgeschlagene Ressort-Bündelung könne dies bieten und Zuständigkeitsprobleme beheben, betont Leopold.

Überlegungen zu einer Zusammenlegung der Bereiche Gesundheit und Pflege in einem Senatsressort habe es während der Koalitionsverhandlungen gegeben, sagt die designierte Gesundheitssenatorin der Linken, Claudia Bernhard, dem WESER-KURIER. „Eine konkrete Entscheidung gibt es allerdings noch nicht. Wie viele andere Fragen, kommt auch dieses Thema auf die Tagesordnung und wird weiter besprochen. Die Problematik, was das Thema Pflege in Bremen und die Herausforderungen angesichts der neuen Ausbildung betrifft, ist auf jeden Fall bewusst.“

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Leserkommentare
suziwolf am 23.10.2019 10:33
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sollte selbstverständlich sein - deutschlandweit !
AnnFF am 23.10.2019 10:29
Diese Parkplatz-Diskussion wird nicht nur zu Freimarktzeiten geführt. Es ist nur während dieser Tage besonders dramatisch. Dramatisch, weil selbst ...
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