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Im Totschlagsprozess
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Vater und Sohn verweigern Aussage vor dem Landgericht Bremen

Cindy Riechau 24.04.2019 1 Kommentar

In einem Prozess wegen gemeinschaftlichen Totschlags müssen sich vom 24.04.2019 an ein 27-Jähriger und dessen 67 Jahre alter Vater vor dem Landgericht Bremen verantworten.
In einem Prozess wegen gemeinschaftlichen Totschlags müssen sich vom 24.04.2019 an ein 27-Jähriger und dessen 67 Jahre alter Vater vor dem Landgericht Bremen verantworten. (Carmen Jaspersen/dpa)

Zum Auftakt des Prozesses wegen gemeinschaftlichen Totschlags an einem Familienmitglied haben die zwei Angeklagten vor dem Landgericht Bremen die Aussage verweigert. Vater und Sohn stehen seit diesem Mittwoch vor Gericht. Laut Staatsanwaltschaft soll der 27 Jahre alte Angeklagte (wird am 25. April 28) im vergangenen November mit einem Messer viermal auf den Mann seiner Schwester eingestochen haben. Der 67 Jahre alte Angeklagte habe seinen Schwiegersohn dabei festgehalten, sagte die Staatsanwältin bei der Verlesung der Anklage. Der Schwerverletzte starb noch am Tatort. (Az. 21KS271JS70522/18)

Die drei türkischen Männer sollen sich vor der Tat in Bremen gestritten haben. Laut Staatsanwaltschaft haben die beiden Beschuldigten ohne rechtfertigenden Anlass gehandelt. „Die Angeklagten haben den Tod des Mannes billigend in Kauf genommen“, sagte die Staatsanwältin. Der 35-Jährige erlitt tödliche Verletzungen an der Lunge und am Herzen. Seine Frau hatte zuvor versucht, einzuschreiten. Ihr Vater soll sie deshalb mit Schlägen verletzt haben.

Am ersten Verhandlungstag antwortete der 67-Jährige auf formelle Fragen der Richter einsilbig und mithilfe eines Dolmetschers. Sein Anwalt ermahnte ihn an einer Stelle, den Kopf aufrecht zu halten, den er auf den Tisch gelegt hatte. Sein Sohn, der fließend Deutsch spricht, wirkte während der Verhandlung ruhig und gefasst.

Nachdem die Staatsanwältin die Anklage verlesen hatte, spielte der Vorsitzende Richter die Notrufe jenes Abends vor. Eine Anwohnerin hatte die Polizei alarmiert, weil sie Schreie von Kindern und einer Frau hörte und annahm, dass ihr Nachbar seine Familie verprügelte. Auch der jüngste Angeklagte wählte den Notruf. Bei dem Telefonat waren im Hintergrund Kinderschreie zu hören. Auch die Frau des Opfers versuchte, am Telefon zu schildern, was in ihrer Wohnung passiert war. Sie schrie jedoch in Panik und war kaum zu verstehen.

Die Verhandlung soll am 6. Mai fortgesetzt werden.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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