Nach Brand an Bord des Museumsschiffs

Bremen stellt 466.000 Euro für Sanierung der "Seute Deern" zur Verfügung

Der Bremer Senat hat in seiner Sitzung am Dienstag der Bereitstellung von 466.000 Euro für die Sanierung des Museumsschiffes „Seute Deern“ zugestimmt.
07.05.2019, 18:45
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bremen stellt 466.000 Euro für Sanierung der
Von Marcel Auermann
Bremen stellt 466.000 Euro für Sanierung der "Seute Deern" zur Verfügung

Ein Feuer hatte das Museumsschiff "Seute Deern" im Februar beschädigt, das als ein Wahrzeichen Bremerhavens gilt.

Arnd Hartmann/dpa

Der Bremer Senat hat in seiner Sitzung am Dienstag der Bereitstellung von 466.000 Euro für die Sanierung des Museumsschiffes „Seute Deern“ zugestimmt. „Diese Entscheidung ist eine gute Entscheidung für Bremerhaven“, sagte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz. So könne geklärt werden, wie und unter welchen Bedingungen das bald hundertjährige Segelschiff mitsamt dem Außengelände für den Museumshafen erhalten werden kann. Neben dem kommunalen Anteil in Höhe von 234.000 Euro (für die Jahre 2019 und 2020) hat der Bund bereits Planungsmittel in Höhe von insgesamt 700.000 Euro (für die Jahre 2019 und 2020) zugesichert.

Ein Feuer hatte das Museumsschiff „Seute Deern“ im Februar beschädigt, das als ein Wahrzeichen Bremerhavens gilt. Menschen wurden bei dem Brand auf dem 100 Jahre alten Holzsegler nicht verletzt. Der Schwelbrand war in einem Hohlraum zwischen Außen- und Innenwand ausgebrochen und daher schwer zu löschen. Nach Angaben der Feuerwehr dauerte es sieben Stunden, bis das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war. Insgesamt waren rund 75 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten im Einsatz. Das Technische Hilfswerk stellte ein Boot und einen Ponton zur Verfügung. Um an die Brandnester zu kommen, legten die Einsatzkräfte von außen und innen die Hohlräume frei und setzten spezielle Löschtechniken ein. Auch aus Cuxhaven rückten Feuerwehrleute nach Bremerhaven aus.

Lesen Sie auch

Die „Seute Deern“ wurde 1919 in den USA gebaut. Ursprünglich als Viermast-Gaffelschoner zum Holztransport in den Dienst gestellt, legte sie 1966 an ihrem heutigen Liegeplatz an. Die Stadt schenkte das Schiff dem Deutschen Schifffahrtsmuseum zu seiner Gründung im Jahr 1971. 2005 wurde die Bark mit anderen Museumsschiffen und den Gebäuden des Schifffahrtsmuseums unter Denkmalschutz gestellt.

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+