Wetter Bremen war im Herbst das wärmste Bundesland

Ob der Herbst in Bremen in diesem Jahr eine schöne Zeit gewesen ist, wird wohl jeder individuell beurteilen. Auf jeden Fall war es in Bremen im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am wärmsten.
29.11.2021, 15:48
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Bremen hat nach vorläufigen Daten in den vergangenen drei Monaten die höchste Durchschnittstemperatur aller Bundesländer verzeichnet. Das geht aus einer Bilanz hervor, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag vorstellte. Vom 1. September bis Ende November lag der Mittelwert demnach bei 11,5 Grad Celsius. Niedersachsen lag mit im Schnitt 10,9 Grad im Mittelfeld.

Bei den Sonnenstunden war die Lüneburger Heide mit teils weniger als 240 Stunden das Schlusslicht in Deutschland. In ganz Niedersachsen schien die Sonne im Herbst im Mittel 290, in Bremen 285 Stunden. Laut DWD lag die durchschnittliche Niederschlagsmenge der vergangenen drei Monate in Niedersachsen bei 145 und in Bremen bei 150 Litern pro Quadratmeter.

Bremen büßte fast 100 Sonnenstunden ein

Verglichen mit den Durchschnittswerten der Herbst-Monate aus den Jahren 1961 bis 1990 stiegen die Temperaturen in Niedersachsen und Bremen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge von September bis November verringerte sich den Meteorologen zufolge in beiden Bundesländern. Bei den Sonnenstunden legte Niedersachsen gegenüber der Vergleichsperiode 1961 bis 1990 leicht zu. Bremen büßte fast 100 Sonnenstunden ein. Das bedeutet: Von September bis November strahlte die Sonne in diesem Jahr im kleinsten Bundesland  durchschnittlich 285 Stunden. Gemittelt über die Jahre 1961 bis 1990 lag der Schnitt der Sonnenstunden in den gleichen drei Monaten in dem Bundesland hingegen bei 384 Stunden. Der historische Vergleich soll den längerfristigen Klimawandel darstellen.

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Bundesweit habe es „einen etwas zu warmen, zu trockenen und einen sonnenscheinreichen Herbst“ gegeben, teilte der DWD mit. In Deutschland gab es durchschnittlich 130 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - knapp 30 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode.

Rund 2000 DWD-Messstationen

Die Temperatur lag nach der vorläufigen Auswertung von rund 2000 Messstationen des DWD während des Herbstes mit im Schnitt 9,8 Grad Celsius um 1,0 Grad höher als im Vergleichszeitraum 1961-1990. Verglichen mit der wärmeren Periode 1991 bis 2020 war es ein Plus von 0,5 Grad. Allerdings war der Herbst 2020 noch wärmer - mit einer Durchschnittstemperatur von 10,3 Grad der viertwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Das kühlste Bundesland im Herbst war Bayern mit 8,7 Grad Celsius im Schnitt. Der diesjährigen Herbst-Temperaturrekord mit 30,0 Grad wurde am 9. September in Huy-Pabstorf in Sachsen-Anhalt erreicht - mehr wurde zwischen September und November an keiner anderen DWD-Station gemessen. Dagegen war es am 25. November in Zwiesel im Bayerischen Wald mit minus 7,7 Grad Celsius kälter als nirgendwo sonst.

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Die Sonnenscheindauer lag insgesamt deutlich über den langjährigen Vergleichswerten, was vor allem an September und Oktober lag. Der November in diesem Jahr zählte dem DWD zufolge zu den sonnenscheinärmsten seit Messbeginn 1951. Registriert wurden in allen drei Herbstmonaten rund 350 Stunden Sonne und damit 13 Prozent mehr als das langjährige Soll von 311 Stunden (1961-1990). Am meisten zeigte sich die Sonne in Baden-Württemberg mit rund 430 Stunden.

Kurz vor Winterbeginn wurde es in einigen Gegenden auch noch schneereich. Dem DWD zufolge lagen am Montag in Freudenstadt-Kniebis im Nordschwarzwald 27 Zentimeter Schnee, im Alpenvorraum im bayerischen Oberstdorf-Birgsau sowie in Ruhpolding-Seehaus waren es jeweils 25 Zentimeter.

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