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Schwergut-Messe Breakbulk Europe
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Große Bühne für große Ladung

Peter Hanuschke 03.05.2019 0 Kommentare

Bremen und Bremerhaven gehören zu den führenden Umschlagplätzen von Schwergut – dafür sorgen unter anderem die Ladungsexperten im Neustädtder Hafen.
Bremen und Bremerhaven gehören zu den führenden Umschlagplätzen von Schwergut – dafür sorgen unter anderem die Ladungsexperten im Neustädtder Hafen. (Karsten Klama)

Wenn überdimensionierte, meist schwere Anlagenteile auf dem Seeweg transportiert werden sollen, dann führt der Weg häufig über die bremischen Kaikanten. Die Häfen in Bremen und Bremerhaven gehören zu den führenden Drehscheiben von Projektladung und Schwergut in Europa. Diese Sonderstellung macht sich auch anderer Stelle bemerkbar: Zum zweiten Mal richtet Bremen in diesem Jahr die Breakbulk aus – die weltweit größte Fachmesse für Stückgut.

„Nach 2018 findet die Breakbulk Europe erneut in Bremen statt“, so Klaus Platz, Geschäftsführer der Bremischen Hafenvertretung (BHV). „Und erfreulicherweise hat Bremen auch schon den Zuschlag für 2020 erhalten.“ Das wäre sicherlich nicht möglich, wenn die bremischen Häfen nicht einer der führenden Umschlagplätze für Break-Bulk-Ladung wären. „Die Logistikwelt schaut auf Bremen, wenn sich die Experten hier zur weltgrößten Branchenmesse versammeln.“

Über 10 000 Fachbesucher aus aller Welt werden vom 21. bis 23. Mai wieder in den Messehallen auf der Bürgerweide erwartet. Alles, was entlang der Wertschöpfungskette mit Projektlogistik zu tun hat, wird vertreten sein – sowohl Industrievertreter als auch Reeder, Logistiker oder Versicherungsmakler. Mehr als 500 Aussteller zeigen Lösungen auf und stellen ihre Dienstleistungen vor.

Risikogebiete im Binnenland, an der Küste und die flutgefährdeten Gebiete Niedersachsens.
Risikogebiete im Binnenland, an der Küste und die flutgefährdeten Gebiete Niedersachsens.

Es geht darum, wie große Maschinen, Windkraftanlagen, Stahlerzeugnisse, Röhren, Forstprodukte oder auch Fahrzeuge oft von einem Winkel der Welt in den anderen sicher transportiert werden können. Ein Teil der Bremer Logistikexperten ist mit einem eigenen Stand auf der Breakbulk vertreten: Über 30 Aussteller sind unter dem von der bremischen Hafengesellschaft Bremenports organisierten Messeauftritt vereint und präsentieren sich und den Standort mit allen Vorteilen, die die Zwillingshäfen in Bremen und Bremerhaven bieten.

So wurden beispielsweise im Neustädter Hafen – Europas größtem Terminal für Stück- und Schwergut – im vergangenen Jahr 1,35 Millionen Tonnen umgeschlagen. Etwa 550 See- und Binnenschiffe werden jährlich im Neustädter Hafen abgefertigt. In Bremerhaven liegt die Menge an High-and-Heavy-Ladung auf gleichem Niveau.

Dass die bremischen Häfen ein bevorzugter Umschlagsplatz für Breakbulk sind, hat unter anderem mit der Infrastruktur zu tun: So bietet der Neustädter Hafen weiltläufige schwerlastfähige Hafen- und Hallenlagerflächen, Kran- und Horizontaltransportkapazitäten für Lasten von über 200 Tonnen oder geeignete Stapler und Greifstapler, sogenannte Reach-Stacker.

Breakbulk – unter diesem Begriff ist alles zusammengefasst, das aufgrund der Abmessung, des Gewichtes oder der Menge nicht mehr in Containern auf die Reise gehen kann – gilt im Logistikgeschäft als Königsdisziplin. Die Verladung bringt vielfältige Anforderungen mit sich und erfordert in der Regel individuelle Lösungen, was kein Wunder ist bei Heavy-Lift-Gütern, die gerne 80 Tonnen und weit mehr wiegen.  

Klares Bekenntnis gefordert

„Bremen wird mit der Ausrichtung der Breakbulk seinem Ruf, einer der weltbesten Hafen- und Logistkstandorte und eine Stadt der kurzen Wege zu sein, gerecht“, so Platz. 77 000 Menschen seien direkt oder indirekt in der Hafenwirtschaft tätig. „Hafenarbeit ist gute Arbeit für Bremen und Bremerhaven.“

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Damit das so bleibe, „erwarten wir ein klares Bekenntnis aller in der Bürgerschaft vertretenen Parteien auch in der neuen Legislaturperiode die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, damit die Infrastruktur erhalten und ausgebaut wird und auch Mittel zur Verfügung stehen um das Standortmarketing zu verstärken.“ Man dürfe sich nicht damit abfinden, dass der Umschlag in den bremischen Häfen stagniere beziehungsweise rückläufig sei, während insbesondere unsere Konkurrenten im Westen immer weiter wachsen.

„Die Seehafenverkehrswirtschaft stellt sich den Herausforderungen, braucht dazu aber auch die Unterstützung der Politik.“ Bremenports hat in Kooperation mit der Messe Bremen dafür gesorgt, dass die Breakbulk überhaupt nach Bremen gekommen ist. Jahrelang hatte das Branchentreffen im belgischen Antwerpen stattgefunden.

Die Chance für Bremen kam, als bekannt wurde, dass die englische ITE Group, die neben der Breakbulk jährlich mehr als 200 internationale Veranstaltungen organisiert, auf der Suche nach einem neuen Ort ist. „Wir haben uns seit Jahren um die Messe bemüht und sind stolz darauf, sie jetzt an die Weser geholt zu haben", so Bremenports-Marketingleiter Michael Skiba damals bei der Vertragsunterzeichung für die Ausrichtung der ersten Breakbulk.

Pläne für die Breakbulk 2020

Dabei habe sich auch die enge Zusammenarbeit mit der Bremer Touristik-Zentrale ausgezahlt. Unterstützung gab es dafür auch immer von der BHV und aus dem Wirtschaftsressort.

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So wird die Stadt für die Breakbulk 2020 die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in ihren Straßenbahnen und Zügen anbieten, um die Fahrten zwischen Veranstaltungsort, Hotels, Restaurants und beliebten Sehenswürdigkeiten der Stadt für alle Teilnehmer so bequem wie möglich zu machen.

Neben der Hafenwirtschaft wird sich sicherlich auch wieder das Hotel- und Gaststättengewerbe über die Ausrichtung der Breakbulk freuen. Es wird mit 20 000 zusätzlichen Übernachtungen gerechnet. Und bereits im vergangenen Jahr soll die eine oder andere abendliche Logistikveranstaltung in so mancher Lokalität für  Rekordumsatz gesorgt haben.


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...
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