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Raumfahrtunternehmen OHB
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Manfred-Fuchs-Platz bei OHB eingeweiht

Peter Hanuschke 03.12.2018 0 Kommentare

Einweihung des Manfred-Fuchs-Platzes bei OHB, von links: OHB-Gründerin Christa Fuchs, Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), Inga Köstner, Ortsamtsleiterin von Horn-Lehe, OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs und seine Schwester Romana Fuchs
Einweihung des Manfred-Fuchs-Platzes bei OHB, von links: OHB-Gründerin Christa Fuchs, Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), Inga Köstner, Ortsamtsleiterin von Horn-Lehe, OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs und seine Schwester Romana Fuchs Mayrhofer. (Karsten Klama)

Firmengründer Manfred Fuchs hatte nicht nur Visionen, sondern er hat den Großteil davon auch umgesetzt. An sein Wirken beim Raumfahrttechnologieunternehmen OHB – Manfred Fuchs starb im April 2014 völlig unerwartet im Alter von 75 Jahren in seinem Ferienhaus in Südtirol – erinnert nun ein nach ihm benannter Platz: Der Manfred-Fuchs-Platz, dessen Straßenschild am Montag enthüllt wurde, befindet sich direkt vor der OHB-Firmenzentrale am Technologiepark Universität.

Und noch ein Ereignis sorgte dafür, dass zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bei OHB waren: In unmittelbarer Nähe der Firmenzentrale an der Lise-Meitner-Straße wurde der Spatenstich für eine weitere OHB-Produktionsstätte für Raumfahrtprojekte vorgenommen. In der künftigen Plato-Produktionshalle sollen unterschiedliche Satelliten integriert werden, unter anderem für die Mission Plato der europäischen Weltraumorganisation Esa. Sie soll 2026 starten. Die Mission soll untersuchen, ob es noch weiteres Leben im Universum gibt.

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14 Millionen Euro investiert OHB in die neue Produktionsstätte. Der Gebäudekomplex soll bis Frühjahr 2020 fertiggestellt sein. Neben der 1000 Quadratmeter großen Halle entstehen dort weitere Produktionsflächen sowie Büros auf etwa 1500 Quadratmetern.

Das Doppel-Event stand insgesamt ganz im Zeichen von Manfred Fuchs: Der Name Plato für die neue Halle und für die Mission „wäre ganz im Sinne meines Vaters“, sagte Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender von OHB. „Mein Vater hat sich auch zeitlebens mit den Fragen beschäftigt, wo wir herkommen und ob es noch anderes Leben im Universum gibt.“ Der Missionsname Plato erinnert zum einen an Platon, den Sokratesschüler und bedeutenden Naturphilosophen der griechischen Antike. Und zum anderen steht Plato als Abkürzung für den Missionsnamen Planetary Transits and Oscillations of Stars.

Die Zukunft im Blick

Das Plato-Weltraumteleskop wird an einem sogenannten Lagrange-Punkt stationiert werden, an denen sich die Schwerkraftwirkungen von Erde, Mond und Sonne aufheben. Der Lagrange-Punkt L2 des Systems Sonne–Erde ist 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Bremen als der Raumfahrtstandort in Deutschland habe insgesamt ein gutes Jahr erlebt – unter anderem mit der Ausrichtung des International Astronautical Congress, der weltweit wichtigsten internationalen Raumfahrt-Konferenz, so Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) im Rahmen des Spatenstichs für die Integrationshalle. Die Pluto-Mission zeige aber eindrucksvoll, dass OHB auch weiterhin die Zukunft im Blick habe.

Andreas Mattfeldt überbrachte zum Spatenstich Glückwünsche von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Der CDU-Bundestagsabgeordnete, der aus dem Wahlkreis Osterholz-Verden kommt und Berichterstatter für Raumfahrt im Haushaltsausschuss ist, erinnerte daran, dass Raumfahrt nicht nur OHB sei, sondern die ganze Region eine Vielzahl an Akteuren in diesem Bereich habe. OHB steche aber besonders hervor, weil das Unternehmen eine stetige Aufwärtsentwicklung hingelegt habe.

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Die Straßenschild-Enthüllung nahm Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) zum Anlass, auf das Wirken von Manfred Fuchs einzugehen: Er habe tiefe Spuren hinterlassen – immer zusammen mit seiner Frau Christa, die 1982 das Unternehmen mit einst fünf Mitarbeitern übernahm. Gemeinsam bauten sie das Unternehmen zu einem Hightech-Konzern aus. Inzwischen hat OHB 2700 Beschäftigte an zehn Standorten weltweit, davon 1000 am Hauptsitz in Bremen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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