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Sonnenschutz für die Haut
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Mit gesunder Haut durch den Sommer

Sabine Meuter und Sabine Doll 14.04.2019 0 Kommentare

Raus ins Freie und die Sonne genießen: Mit ein paar Tipps für den Hautschutz, steht dem, laut Experten, nichts im Wege.
Raus ins Freie und die Sonne genießen: Mit ein paar Tipps für den Hautschutz, steht dem, laut Experten, nichts im Wege. (Bodo Marks /dpa)

In dieser Woche und damit pünktlich zu Ostern soll der Frühling in Bremen und Niedersachsen in Fahrt kommen. Das heißt: Raus ins Freie und die Sonne genießen. Licht und die Wärme streicheln die Seele, setzen Glückshormone frei und steigern das Wohlbefinden. Außerdem sorgt die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) dafür, dass der Körper das lebenswichtige Vitamin D3 produziert und somit den Knochenbau unterstützt.

Auch wenn es nach November-Tristesse und einstelligen Temperaturen in den vergangenen Wochen ein wenig nach Spaßbremse klingen mag: Zu viel Sonne kann der Haut schaden, wenn sie nicht gut geschützt wird, warnen Hautärzte. Viele Menschen würden die UV-Strahlung unterschätzen. „Sie kann das genetische Material in der Haut nachhaltig negativ verändern“, erklärt der Dermatologe Professor Thomas Dirschka, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist. Die Folge: vorzeitige Hautalterung – und schlimmstenfalls Hautkrebs.

Mehr Hautkrebs-Erkrankungen

Das Tückische: Hautkrebs entwickele sich nicht unmittelbar nach der Schädigung durch UV-Strahlung, sondern meist erst Jahrzehnte später. „Es gibt Fälle, in denen Menschen in ihrer Kindheit die Haut durch zu viel Sonne geschädigt haben und später im Alter von 50 oder 60 Jahren Hautkrebs bekamen“, sagt Professor Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Jeder Sonnenbrand in jungen Jahren erhöhe das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

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Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft steigt die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen stetig an, rund 200 000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich. Der Begriff Hautkrebs fasst unterschiedliche Krebserkrankungen der Haut zusammen. Am häufigsten treten laut Krebsgesellschaft das Basalzellkarzinom und das Spinaliom auf, sie werden auch als heller oder weißer Hautkrebs bezeichnet. Der sei in den meisten Fällen heilbar. Besonders gefährlich ist der sogenannte schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom.

Die Deutsche Krebsgesellschaft verweist auf eine Studie, nach der Forscher bis zum Jahr 2030 eine Verdopplung der Erkrankungszahlen an hellem Hautkrebs erwarten. Auch Breitbart rechnet mit einer solchen Zunahme und nennt mehrere Gründe dafür: „Dazu gehört unter anderem, dass sich Menschen ungeachtet aller Warnungen ohne ausreichenden Schutz über einen längeren Zeitraum der prallen Sonne aussetzen.“

Schädigungen brennen sich in die Haut ein

Ein oder zwei Sonnenbrände führten zwar nicht unbedingt zum Hautkrebs, aber die Schädigung werde buchstäblich in die Haut eingebrannt. „Irgendwann ist das Fass übergelaufen“, betont Hautarzt Dirschka. Doch was folgt daraus? „In jedem Fall ist Maßhalten angesagt“, betont Breitbart. Akzeptabel sei, sich etwa zwei- bis dreimal in der Woche für zehn bis 15 Minuten gut geschützt der Sonne auszusetzen. „Das hebt die Stimmung und sorgt für die Bildung von ausreichend Vitamin D3“, erklärt der Experte.

Grundsätzlich sollte die Mittagssonne gemieden werden, da sie zu dieser Tageszeit am intensivsten sei. „Das heißt: Zwischen 11 und 15 Uhr bleibt man besser im Schatten“, rät Dirschka. Wer sich in der Sonne aufhält, sollte außerdem eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe tragen. Sie schütze Augen, Ohren, Gesicht und Nacken vor der UV-Strahlung. Auch die übrigen Körperteile sollten bedeckt sein – beispielsweise mit einem langärmeligen T-Shirt. Unbedeckte Körperteile werden mit Sonnencreme geschützt: Kinder und hellhäutige Menschen sollten eine Lotion mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden, empfiehlt Breitbart. Um die Augen zu schützen, sei eine Sonnenbrille mit hundertprozentigem Schutz vor UV-Strahlung empfehlenswert.

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Apropos UV-Strahlung: Neben der natürlichen gibt es auch eine künstliche Variante – in Solarien. Auch dafür gelte: „Ein Aufenthalt oder sogar regelmäßige Aufenthalte auf einer Sonnenbank sind nicht empfehlenswert“, warnt Dirschka. Die intensive UV-Strahlung könne die Haut vorzeitig altern lassen und ebenfalls zum Hautkrebs führen. Wer trotzdem nicht auf das Solarium verzichten will, sollte sich nach Angaben des Experten das Sonnenstudio genau ansehen. So dürften zum Beispiel nur Geräte zum Einsatz kommen, die eine maximale Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro Quadratmeter nicht überschreiten.

Selbstbräuner als Alternative

Wer wegen UV-Strahlung Sonne und Solarien meidet, aber trotzdem braun werden will, hat eine Alternative: Selbstbräuner. „Die Cremes können ohne Bedenken verwendet werden“, sagt Breitbart. Eine Einschränkung gilt allerdings für Menschen, die Hauterkrankungen wie etwa Schuppenflechte und Neurodermitis haben und jene, die auf Duftstoffe allergisch reagieren. Sie sollten vor dem Einsatz mit ihrem Hautarzt darüber sprechen.

Selbstbräuner sollten laut Kosmetik-Experten am besten nach dem Duschen und einem Ganzkörper-Peeling aufgetragen werden, rät er. Wer auf Nummer sicher gehen will, könne zu einem getönten Selbstbräuner greifen, der der Haut innerhalb kurzer Zeit eine leichte Tönung verleihe. Der Vorteil: „Man sieht sofort, ob die Farbe wirklich gleichmäßig aufgetragen ist oder ob man nachbessern muss“, erklärt Elena Helfenbein, Expertin für den VKE-Kosmetikverband.

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Augenbrauen und Haaransatz sollten allerdings beim Auftragen des Selbstbräuners ausgelassen werden. „Sonst wird das Ergebnis fleckig“, so Helfenbein. Nach etwa zwei bis drei Stunden zeige die Haut eine Tönung. Selbstbräunende Cremes oder Lotionen seien allerdings schwer aus der Kleidung herauszukriegen. „Beim Auftragen also möglichst keine Wäsche oder nur Unterwäsche tragen“, rät die Expertin. Die Bräune halte etwa drei bis vier Tage sichtbar.

Zur Sache

Wenn sich Leberflecke verändern

Mithilfe der ABCDE-Regel können Laien einen Anhaltspunkt dafür bekommen, ob es sich bei einem Leberfleck um eine harmlose Hautveränderung handelt, oder ob bereits Verdacht auf Hautkrebs besteht. A steht dabei für Asymmetrie: Sie weist auf eine ungleichmäßige Form des Flecks hin. Auch ausgefranste Ränder sind ein Warnzeichen, hierfür steht der Buchstabe B wie Begrenzung. C wie Color: Treten in einem Muttermal verschiedene Farben wie Rosa, Grau oder Schwarz auf, sollte das nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft abgeklärt werden. D wie Durchmesser: Beträgt der bei einem Leberfleck mehr als fünf Millimeter, ist das ein Warnsignal. E bezeichnet die Erhabenheit, also die Beschaffenheit von Leberflecken: Lassen sie sich tasten und sind sie vorgewölbt, sollten sie genau untersucht werden. Erwachsene ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf einen Hautkrebs-Vorsorge-Check, die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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