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Jacobs-Start-up-Competition
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Online das Personal für Events buchen

Volker Kölling 25.03.2017 0 Kommentare

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Die Preisträgerin Eropa Stein. (Volker Kölling)

Am Ende sah die Jury nach den jeweils fünfminütigen Präsentationen die Geschäftsidee der kanadischen Gründer von „Hyre“ ganz vorne. Die Internetagentur organisiert für Veranstalter wie Hotels das Personal für Großveranstaltungen.

Robin Kannengießer und Ugur Merzifon sind als Bremer Start-up vor der entscheidenden Runde schon froh, mit ihrer Firma „students2business“ überhaupt unter die letzten zehn gekommen zu sein. Kannengießer: „Jetzt werden die Muttersprachler punkten, weil die Präsentationen auf Englisch gehalten werden müssen.“ Aber die Idee von „students2business“ kommt durchaus rüber bei den 150 Menschen im Auditorium: Firmen können über die Online-Platform direkt auf das frische Wissen ausgesuchter Studenten zurückgreifen. Die müssen so keine schlecht bezahlten und unsinnigen Minijobs machen, sondern können sich schon Jobpraxis in kleinen Projekten aneignen: 300 Studenten und 20 Firmenkunden hat das Start-up schon nach drei Monaten. Kannengießer wird von der Jury in die Mangel genommen. Warum Firmen für ein vielleicht schlechtes Ergebnis bezahlen sollten? Der junge Gründer verweist cool auf das Punktesystem: Jeder Kunde bewertet den Studenten nach der Leistung. Schlechte sind nicht lange dabei. Aber man spürt schon die Skepsis, ob sich damit das große Geld machen lässt.

Große Pläne kommen an

Da kommt Eropa Stein aus Ottawa schon einmal ganz anders daher. Sie hypnotisiert alle im Saal erst einmal mit der Zahl von 100 Milliarden Dollar, die jährlich im Veranstaltungsgeschäft umgesetzt werden. „One Billion Dollar“ – auf Englisch klingt das noch gewaltiger. Ihr Start-up bringt Online Veranstalter mit ihrer Crew zusammen – gegen Gebühr natürlich. Hotelketten seien sofort interessiert gewesen. Binnen vier Wochen habe man 200 Leute in der Datei gehabt, inzwischen seien es 1000 gut qualifizierte Kräfte für alle Bereiche – von Küche bis Lichttechnik. Sie hat einen Businessplan in die Powerpointpräsentation gepackt, der den baldigen Sprung der Agentur über den großen Teich in viele große Städte Europas ankündigt. Große Pläne kommen hier gut an: Die charmante Gründerin gewinnt.

Aber eine deutsche Entwicklung schafft es dann doch noch auf den zweiten Platz. Und hier stimmt schon die Geschichte von Gründer Alex Schiessl aus Augsburg: Seine kleine Schwester Lilly lieferte die Idee zu „Schüschu“, weil ihr Kinderzimmer einfach vor Spielsachen überquoll und ein vernünftiges Aufbewahrungssystem angeschafft werden musste. „Schüschu“, das sind weiße Lochkisten aus recyceltem Kunststoff, die sich im Handumdrehen in ein Spielgerät verwandeln lassen: Mal Elefant, dann Indianerzelt, Lokomotive oder Piratenschiff. „Drei vier Kisten braucht man für den Anfang. Wir haben das in einem Feldversuch in einem Kindergarten getestet. Die Kinder wollten uns gar nicht mehr mit den Kisten weglassen,“ so Alex Schiessl. Auch hier macht Eindruck, wie weit die Schwaben schon sind: Patente in Europa, den USA und China sind angemeldet. Die Rede ist von 650 000 Euro Startkapital und großen Plänen. Das bringt der wandelbaren Lochbox Platz zwei im Wettbewerb. Platz drei erringt „docyet“, eine Hilfsplattform für Menschen, die auf Reisen medizinische Fragen haben und Hilfe bei einem lokalen Arzt suchen. Die Zusammenarbeit soll auch mit Krankenversicherungen funktionieren.

Bremer Start-ups im Fokus

Lucas Mayer-Gramberg vom Organisationsteam der Jacobs-Uni hat am Ende der beiden Tage voller Start-up-Workshops, Vorträgen, Präsentationen und Kaffeepausen schon den Wettbewerb im kommenden Jahr im Blick: „Wichtig ist, dass auch Bremer Start-ups mitbekommen, was wir hier machen. Man kann sich schon im Herbst für die Jacobs-Start-up-Competition bewerben.“


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Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...
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