Männermode 2010 Bremens Männer tragen wieder Werdergrün

Bremen. Das Modebewusstsein vieler Männer hält sich in Grenzen, klagen Boutiquenbesitzer. Sie setzen deshalb lieber auf weibliche Kundschaft. Trotzdem gibt es in diesem Frühjahr Modetrends für Bremens Männer. Besonders angesagt: sattes Werdergrün.
07.04.2010, 19:21
Lesedauer: 2 Min
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Von Sebastian Manz

Bremen. Das Modebewusstsein vieler Männer hält sich in Grenzen, klagen Boutiquenbesitzer. Sie setzen deshalb lieber auf weibliche Kundschaft. Trotzdem gibt es in diesem Frühjahr Modetrends für Bremens Männer. Besonders angesagt: sattes Werdergrün.

„Männer und Mode, das ist so eine Sache“, sagt Ulrich Stelljes. Er sollte es wissen. Seit drei Jahrzehnten stattet er die Bremer Männerwelt mit nobler Garderobe aus. In seiner Boutique „Kontrast“ im Fedelhören bietet er eine kleine aber erlesene Auswahl an eleganter Herrenmode an. „In der Regel ist es so, dass Männer in Sachen Mode ohne ihre Frauen verloren wären“, sagt Stelljes. Die meisten Männer räumten ihrem eigenen Aussehen einen eher geringen Stellenwert ein. Entsprechend weniger dynamisch entwickelten sich Modetrends bei Männern. Und so habe es bei Herrenbekleidung in den vergangenen Jahren keine großen Umwälzungen gegeben.

Stelljes hält ohnehin wenig von Trends. Er legt seinen Kunden stets jene Kleidungsstücke ans Herz, die ihm persönlich am besten gefallen. Dazu gehören in diesem Frühjahr Anzüge aus grobem Denim-Stoff, kecke Matrosenhosen oder provokative Trainingsanzüge aus edlem Stoff mit Lederapplikationen.

Ein Dauerbrenner der männlichen Frühjahrsmode ist seit dem vergangenen Jahrhundert das T-Shirt. Der Brandt Store Bremen Am Dobben hat sich auf das zeitlose Kleidungsstück spezialisiert. Inhaber Tolga Kolburan verkauft ausschließlich T-Shirts aus fairem Handel. Seine Kunden können ihre Motive selbst mitbringen. Aber auch Kolburan selbst entwirft Aufdrucke. „Besonders gut laufen im Moment die aktuellen Bremen-Motive“, verrät er. Die neuesten Varianten sind Abbildungen der Hansestadt-Skyline oder der Umriss der Bremer Stadtgrenzen.

„Die Farbe Grün ist in diesem Frühjahr wieder zurück“, erzählt Mike Kleemeyer von Streetwear-Shop „Emsikey“ in der Knochenhauerstraße. Jahrelang sei es in Bremen schwierig gewesen, grüne Klamotten zu verkaufen. „Unseren Kunden war das irgendwie zu Werder“, sagt Kleemeyer. Dieser Vorbehalt scheine sich zu verflüchtigen. Ob Chucks, Shirts, Mützen oder Röhrenjeans – knalliges Gün sei die Farbe der Stunde. Grundsätzlich lägen deutliche Farben im Trend. Die klassische Geschlechterzuordnung verschwimme. „Jungs, die sich eine lila Umhängetasche kaufen, sind mittlerweile Normalität“, berichtet Kleemeyer.

In Jörg Fenglers Titus-Shop am Ostertorsteinweg sind in diesem Frühjahr Anker angesagt. Dutzende Shirts und Jacken im Sortiment schmückt das maritime Motiv. Das Titus-Team versteht das als modische Huldigung an die Hansestadt. „Außerdem geht es für Jungs auch in diesem Jahr nicht ohne Strohhut“, sagt Fengler. Die Kopfbedeckungen sind in etlichen Varianten zu haben. Die Möglichkeiten reichen von Federschmuck bis zur imitierten Klapperschlangenhaut.

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