Jennifer Lange über die Datingshow

Bremer Bachelor-Finalistin: "Ich bin zu 100 Prozent ich selbst"

Jennifer Lange aus Bremen-Walle kämpft am Mittwochabend um die letzte Rose des Bachelors. Im Interview spricht sie über das Format, ihre Teilnahme an der Show und ihre berufliche Zukunft.
26.02.2019, 12:32
Lesedauer: 3 Min
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Bremer Bachelor-Finalistin:
Von Marlo Mintel
Bremer Bachelor-Finalistin: "Ich bin zu 100 Prozent ich selbst"

"Es ist schön, wenn man positiv bei den Menschen ankommt", sagt Jennifer Lange.

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Frau Lange, was haben Sie mit den Rosen gemacht, die Sie in den Sendungen vom Bachelor erhalten haben?

Jennifer Lange (lacht): Ich habe während der Zeit in Mexiko jede Rose aufbewahrt. Ich hatte mein Tagebuch, in das ich jede Nacht hineingeschrieben habe, dabei. Darin habe ich die Rosen plattgedrückt, quasi getrocknet. Nach ein paar Wochen musste ich die Rosen entsorgen. Sie fingen an zu stinken, sind auseinandergefallen.

Was hat Sie dazu bewogen, beim Bachelor mitzumachen?

Ich habe vor ein, zwei Jahren noch gesagt, dass ich bei "Der Bachelor" niemals mitmachen würde. Aber, sag niemals nie. Es war eine spontane Idee mit meiner besten Freundin. Ich bin noch jung, ungebunden, bewerbe ich mich doch einfach mal, habe ich gedacht. Ich bin ein Mensch, der Herausforderungen mag.

Warum kam für Sie damals eine Teilnahme nicht in Frage?

Ich habe mir die Sendung angeguckt und dachte mir: Puh, so viele Mädels auf einem Haufen, die um einen Mann kämpfen. Das ist bestimmt anstrengend. Die Kandidatinnen haben sich größtenteils angezickt. Wenn man sich das anschaut, denkt man als Frau: Oh man, das wäre nichts für mich. Aber, ich habe mich am Ende ja doch noch getraut (lacht).

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihre Teilnahme reagiert?

Ein paar Leute waren von meiner Teilnahme überrascht. Anders meine Familie und Freunde. Die stehen hinter mir und sind stolz auf mich.

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Andrej Mangold, der Bachelor, ist nicht nur Ihnen sehr nahe gekommen. Wie schwer war es für Sie, die Nähe ihrer Konkurrentinnen zu Mangold zu ertragen?

Das wird mit der Zeit natürlich immer schwerer. Je mehr Gefühle man für einen Menschen entwickelt, desto schwieriger ist es auch, damit umzugehen, wenn man mitbekommt, dass derjenige jemand anderen datet und mit der Person knutscht. Ich sehe es ja nicht, aber wenn jemand vom Date zurückkommt und davon berichtet, das trifft einen – ganz klar.

Das Format „Der Bachelor“ ist umstritten. Dekadenz und Oberflächlichkeit wird der Sendung vorgeworfen. Ist das Format wirklich so oberflächlich?

Ich würde nicht sagen, dass die Sendung oberflächlich ist. Man kann so etwas am besten beurteilen, wenn man selbst mitgemacht hat. Da ich das tue, kann ich es ziemlich gut beurteilen. Klar ist es schwierig, jemanden vor der Kamera kennenzulernen. Man ist vielleicht etwas bedachter, als sonst. Ich habe so aber viel mehr Zeit, um mich intensiver mit meinen Gefühlen und Gedanken zu beschäftigen.

Wie sehr konnten Sie Sie selbst sein?

Ich bin zu 100 Prozent ich selbst. Ich muss mich nicht irgendwie verstellen. Klar bin ich vielleicht in der ein oder anderen Situation ein bisschen gehemmt. Aber ich glaube, das hat man auch im normalen Leben, wenn man eine andere Person datet. Man taut aber nach und nach auf. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch immer mehr an die Kameras und versucht, sie auszublenden.

Wie hat es sich angefühlt, plötzlich im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen?

Im ersten Moment war es schon ein wenig komisch, auf der Straße angeschaut und angesprochen zu werden. Aber ich bin immer noch ich selbst. Ich bin immer noch die Zumba-Jenny, die Kurse gibt.

Genießen Sie es, in der Öffentlichkeit zu stehen?

Es ist schön, wenn man positiv bei den Menschen ankommt. Vor allem bei den jüngeren Mädchen, die sich die Sendung anschauen und sagen: Du bist ein Vorbild für mich, du bist total cool und natürlich. Ich finde es toll, diese Natürlichkeit zu vermitteln. Heutzutage wird die nicht mehr häufig gezeigt.

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Mal abgesehen vom Finalausgang: Wie geht es mit Ihnen beruflich weiter? Bleiben Sie in Bremen?

Das ist gerade noch in Planung. Ich werde zeitnah berichten, was ich in Zukunft vorhabe. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich dem Tanzen treu bleibe. Was sich dann noch ergibt, wird man sehen.

Haben Sie bereits Angebote für TV-Formate bekommen?

(lange Pause) Nö.

Die längste Bachelor-Beziehung hat eineinhalb Jahre gehalten. Warum wäre das bei Ihnen anders?

Ich würde sagen: ganz oder gar nicht. Das ist ja mein Motto. Egal, was ich angehe. Man kann das so pauschal gar nicht sagen, weil man sich erstmal kennenlernen muss, falls es dazu kommen sollte. Es bleibt abzuwarten, wie man im Alltag zusammen klarkommt. Es wäre natürlich schön, wenn die Beziehung länger halten würde.

Haben Sie sich die Folgen alleine oder in großer Runde angeschaut?

Ich habe die Folgen hauptsächlich mit meiner besten Freundin geguckt. Die kennt mich am besten, mit ihr kann ich über alles sprechen.

Wie hat eigentlich dem Bachelor Bremen gefallen? Er hat Sie schließlich in der Show in der Hansestadt besucht.

Er war nur bei mir Zuhause. Er kann also gar nicht so viel über Bremen sagen.

Das Interview führte Marlo Mintel.

Zur Person

Jennifer Lange arbeitet als Sport- und Gesundheitstrainerin. Die 25-Jährige bietet auch Zumba-Kurse an. Gelegentlich ist Lange als Fitnessmodel aktiv. Sie lebt im Stadtteil Walle.

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In Gruppen- und Einzeldates lernen sich der Junggeselle und die Kandidatinnen kennen. Am Schluss jeder Folge überreicht der Bachelor eine Rose an seine Favoritinnen. An diesem Mittwoch, 27. Februar, steht das Finale an. Neben Jennifer kämpft Eva Benetatou um die letzte Rose des Bachelors. Los geht es um 20.15 Uhr. Gedreht wurden die Folgen nach Senderangaben im vergangenen Herbst – unter anderem in Mexiko.

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