563.000 Euro für Hallenbad Huchting

Bremer Bäder GmbH erwartet bis zu drei Millionen Euro Verluste

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen haben beim Betrieb der Bremer Bäder Verluste bis zum Jahresende in Höhe von drei Millionen Euro zur Folge. Das hat die Betreiber-GmbH berechnet.
30.06.2020, 16:35
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Bremer Bäder GmbH erwartet bis zu drei Millionen Euro Verluste
Von Michael Rabba
Bremer Bäder GmbH erwartet bis zu drei Millionen Euro Verluste

Die Bremer Bäder GmbH rechnet in Folge der Corona-Maßnahmen mit Verlusten in Höhe von drei Millionen Euro.

Frank Thomas Koch

Die Bremer Bäder GmbH erwartet durch die Corona-Pandemie bis zum Jahresende Verluste in Höhe von drei Millionen Euro. Das geht aus einer Vorlage für die Sportdeputation hervor, die am Dienstag per Videokonferenz tagt.

Allein bis Ende Mai hatten die verfügten Schließungen einen Verlust in Höhe von einer Million Euro verursacht, heißt es in der Sitzungsvorlage. „Alle im Wirtschaftsplan 2020 erwarteten Annahmen müssen daher überarbeitet und angepasst werden.“ Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hänge vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, von den erforderlichen Hygiene-Auflagen und dem Verhalten der Badegäste.

Lesen Sie auch

Die Bremer Bäder GmbH gehe davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation nach Wiederöffnung der Bäder bei anhaltend hohen Kosten und deutlich verminderten Einnahmen „noch negativer entwickelt als in der Zeit, als die Bäder geschlossen und viele Beschäftigte in der Kurzarbeit waren“.

Zunächst per Allgemeinverfügung und später durch Verordnungen war der Bäderbetrieb ab Mitte März untersagt worden. Seit 8. Juni ist das Stadionbad mit vielen Einschränkungen wieder geöffnet, seit Mitte Juni das Blumenthaler Freibad und die Freibäder im Schlossparkbad und Westbad. Die Hallenbäder sollen Mitte Juli wieder öffnen.

Tickets gibt es online

Tickets können aktuell im Webshop sowie im Bremer Bäder-Shop bei Karstadt Sports gekauft werden. „Um Schlangen an den Kassen zu vermeiden, ist der Vorverkauf, insbesondere über den Webshop, für uns sehr wichtig“, betont Martina Baden, Geschäftsführerin der Bremer Bäder GmbH.

Im Freizeitbad Vegesack wird nun eine dritte Vorverkaufsstelle eingerichtet, die ab Mittwoch, 1. Juli, zur Verfügung steht. Der Vorverkauf im Bremer Norden startet zunächst mit den Karten für das Freibad Blumenthal und am Montag, 6. Juli, auch für das Freizeitbad Vegesack. Geöffnet werden das dortige Hallenbad sowie die Halle des Westbades am Donnerstag, 16. Juli. Die Öffnungszeiten für die Hallenbäder sowie der Vorverkaufsstellen sind wie alle anderen Informationen zum Schwimmen unter Pandemiebedingungen auf der Homepage der Bremer Bäder GmbH zu finden. Dort sind ebenfalls die aktuell gültigen Eintrittspreise nachzulesen.

Neue Vorverkaufsstelle in Vegesack

Die neu eingerichtete Vorverkaufsstelle im Freizeitbad Vegesack kann von Personen mit Einschränkungen, Bäderkarteninhabern und Sozialbenachteiligten genutzt werden. „Da größere Menschenansammlungen zu vermeiden sind, bitten wir alle anderen Tagesgäste sich online registrieren zu lassen und auch im Webshop das Ticket zu erwerben“, so die Geschäftsführerin. Alle vier Freibäder öffnen zurzeit in zwei Zeitzonen: von Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr, teilt die Bäder GmbH weiter mit.

563.000 Euro für das Hallenbad Huchting

Das Hallenbad Huchting mit seinem maroden Dach soll für 563.000 Euro saniert werden. Der Freigabe der Mittel will die Sportdeputation im Vorgriff auf den Haushalt 2020/2021 zustimmen, den die Bremische Bürgerschaft im Juli abschließend beraten will. Der Deputationsbeschluss soll anschließend im Umlaufverfahren gefasst werden, weil die Deputation an diesem Dienstag per Videokonferenz tagt und rechtliche Regelungen für Abstimmungen in Videokonferenzen nicht existieren, wie die Sozialbehörde mitteilt.

493.000 Euro entfallen dabei auf die Sanierung des Daches mitsamt Statik und der von fortschreitender Korrosion betroffener Innendecke. Für weitere 70.000 Euro werden technische Anlagen überholt. „Die Sanierung lässt sich nicht aufschieben, wenn wir das Bad nicht sperren wollen“, sagte Sportsenatorin Anja Stahmann. Wenn man jetzt noch länger warte, bestehe „das Risiko, dass irgendwann die Decke abstürzt“. Für den Stadtteil und darüber hinaus sei „das familiäre Bad von großer Bedeutung“, sagte die Senatorin. Sie freue sich, dass die Sanierungsarbeiten über die Sommermonate angegangen werden könnten.

Die abschließende Entscheidung zur Entsperrung der bereits vorgesehenen Finanzmittel wird für die nächste Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses der Bürgerschaft am Freitag, 3. Juli, fallen.

++ Dieser Artikel wurde um 18.05 Uhr aktualisiert ++

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+