Ende einer 154-jährigen Traditionsgeschichte

Bremer Bank wird Commerzbank

Bremen. Die Bremer Bank wird ab Mitte Juni dieses Jahres Commerzbank heißen. Das hat das Kreditinstitut, das im Oktober 2008 die Dresdner Bank übernommen hatte, nach WESER-KURIER-Informationen beschlossen.
24.03.2010, 19:14
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Die Bremer Bank wird ab Mitte Juni dieses Jahres Commerzbank heißen. Das hat das Kreditinstitut, das im Oktober 2008 die Dresdner Bank übernommen hatte, beschlossen. „Wir haben uns schwer getan mit der Entscheidung“, sagte Commerzbank-Regionalvorstand Michael Koch dem „WESER-KURIER“ (Donnerstagausgabe). „Wir wollen aber in der Wahrnehmung des Kunden diese eine Bank, die Commerzbank, sein und setzen damit mit unserer Einmarkenstrategie bundesweit auf eine einzige starke Marke.“

Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing hatte die Entscheidung gestern Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen bei einem Kurzbesuch im Rathaus persönlich erklärt. „Ich nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass dieser traditionsreiche Name jetzt aus dem Stadtbild verschwindet“, sagte Böhrnsen der Zeitung. Blessing habe ihm die strategische und ökonomische Notwendigkeit eines einheitlichen Markenauftritts dargelegt.

Aus Respekt vor der Tradition werde der messingfarbene Schriftzug Bremer Bank an dem denkmalgeschützten Gebäude am Bremer Domshof erhalten, sagte Koch. „Ab Mitte Juni werden wir in ganz Deutschland nach und nach alle Filialen auf die neue Marke umstellen“, ergänzte er. Damit geht in Bremen eine mehr als 150 Jahre alte Tradition zu Ende. Die Bremer Bank wurde 1856 von Hermann Henrich Meyer als Notenbank gegründet und schloss sich 1895 mit der Dresdner Bank zusammen.

Für die Kunden werde sich nichts ändern. Beide Hauptstandorte sowohl der Bremer Bank als auch der Commerzbank würden erhalten bleiben. „Grundsätzlich wird sich für die Kunden das Angebot vergrößern“, sagte Koch. „Wir streben an, das jeder Kunde seinen bisherigen Berater behält und arbeiten daran, das Kontonummer und Bankleitzahl gleich bleiben. Auch das Produktangebot der alten Dresdner Bank werden wir weitgehend in die Commerzbank übernehmen.“ Dass alle 12 Filialen der Bremer Bank und der Commerzbank in Bremen erhalten bleiben, wollte der Regionalvorstand jedoch nicht bestätigen. (WK)

Mehr zum Thema lesen Sie in der Donnerstagausgabe des WESER-KURIER.

 

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