Bremer Parkraumkonzept

Teurer und kürzer parken

Parken in der Innenstadt soll vor allem für Pendler unattraktiv werden, indem kostenlose Parkplätze weitgehend entfallen.
17.07.2021, 05:00
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Teurer und kürzer parken
Von Joerg Helge Wagner

Aus dem Umland nach Bremen pendeln und hier sein Auto einen ganzen Arbeitstag lang kostenfrei am Straßenrand parken – das soll nahezu unmöglich gemacht werden. Die Deputation für Bau und Mobilität billigte auf ihrer letzten Sitzung vor dem Parlamentsferien ein umfangreiches Konzept des Senats zur besseren Parkraumbewirtschaftung. Darin sind unter anderem Tagestickets für mindestens elf Euro vorgesehen, hunderte bislang kostenfreie Parkplätze werden kostenpflichtig.

Die Vertreter von CDU und FDP enthielten sich, lobten aber vor allem die künftige Möglichkeit des Handy-Parkens. Darunter versteht man die Bezahlung von Parkgebühren mittels Mobiltelefon. Die Gebühr wird dabei über ein elektronisches System mit den Parkenden abgerechnet. Die werden allerdings im kommenden Jahr auf den rund 5000 von der Brepark bewirtschafteten Innenstadt-Parkplätzen doppelt soviel wie bisher zahlen müssen. Zudem wird die Höchstparkdauer am Straßenrand von 120 auf 90 Minuten verkürzt.

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Die zuständige Senatorin Maike Schaefer (Grüne) verwies darauf, dass die Gebühren seit 15 Jahren nicht erhöht wurden – im Gegensatz zu den Ticketpreisen im ÖPNV. Vom neuen Parkraumkonzept verspricht sie sich auch eine allgemeine Reduzierung des Pkw-Verkehrs in der Innenstadt. Die Vorlage nennt hingegen ein anderes Ziel: "Durch die Begrenzung der Parkzeit wird zudem der Umschlag je Parkplatz erhöht." Die rund 6000 innerstädtischen Parkhausplätze sind von dem Konzept nicht betroffen.

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