Rettungsaktion auf Rügen Bremer DGzRS mit zwei Schiffen beteiligt

Bremen/ Rügen. Bei dem Abbruch eines Kreidefelsens auf Rügen ist ein Mädchen verschüttet worden. Die DGzRS aus Bremen ist mit zwei Schiffen an der anschließenden Suchaktion beteiligt gewesen. Inzwischen besteht für das Mädchen keine Hoffnung mehr.
27.12.2011, 10:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Carolin Küter

Bremen/ Rügen. Bei dem Abbruch eines Kreidefelsens auf Rügen ist am Montagnachmittag ein Mädchen verschüttet worden. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Bremen ist mit zwei Schiffen an der anschließenden Suchaktion beteiligt gewesen.

Mit dem Seenotkreuzer Wilhelm Kaisen von der Station Sassnitz und dem Seenotrettungsboot Kurt Hoffmann von der Station Glowe wurde laut Christian Stipeldey, Pressesprecher der DGzRS in Bremen, bis zu acht Stunden nach dem Mädchen gesucht. Der Alarm für den Einsatz sei um 15.30 Uhr eingegangen, so Stipeldey. Wenige Minuten später seien die Schiffe zur Küste vor dem Unglücksort am Kap Arkona aufgebrochen.

Die Wilhelm Kaisen habe rund drei- bis vierhundert Meter von der Küste entfernt das Seenotrettunsgboot Helene auf das Wasser gelassen. Rund sechs Rettungskräfte der DGzRS haben auf dem Tochterboot der Wilhelm Kaisen und dem Seenotrettungsboot Kurt Hoffmann das Küstengebiet abgesucht, sagt Stipeldey. Auf der Wilhelm Kaisen seien zudem vier weitere Einsatzkräfte der Bremer Gesellschaft tätig gewesen. Unterstützt wurden sie bei der Suche in Küstennähe durch Bundespolizei und Feuerwehr, so Stipeldey. Die Seenotleitung habe zunächst auch einen Such- und Rettungshubschrauber der Marine angefordert. Dieser kam jedoch nicht zum Einsatz, da das Suchgebiet zu nah an der Küste liegt.

Einsätze in Küstennähe am gefährlichsten

Im Einsatzgebiet seien am Montag Windgeschwindigkeiten von bis zu sieben Beaufort (60 Kilometer pro Stunde) gemessen worden, meldet die DGzRS. Bei diesen Bedingungen sei die Arbeit in der Brandung mit besonderen Schwierigkeiten verbunden, sagt Stipeldey. Denn bei starkem Wellengang sei das Risiko hoch, auf Grund und Steine zu stoßen und so das Schiff zu beschädigen. Er spricht dennoch von einer „relativen Routine“ für die Einsatzkräfte. Dass sich Spaziergänger in der Nähe der Kreidefelsen verletzen und dann nur vom Meer aus zu bergen seien, komme öfter vor. Ein Unglück, wie es am Montag passierte, habe er jedoch noch nicht erlebt, so Stipeldey. „An einen Felsenabbruch oder daran, dass Menschen derart zu Schaden gekommen sind, kann ich mich nicht erinnern.“

Gegen 20.30 Uhr kehrte der Seenotrettungskreuzer Wilhelm Kaisen zur Station zurück. Von der Kurt Hoffmann aus wurde laut Stipeldey noch bis kurz vor Mitternacht gesucht. „Es hat sich abgezeichnet, dass das Mädchen auf See nicht zu finden ist und die Suche vorerst nur an Land fortgesetzt wird“, so der Sprecher. Das Mädchen konnte bisher nicht gefunden werden.

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