Projekt mit Preis ausgezeichnet Bremer Engel in Berlin gewürdigt

Sie sind die mobilen Helfer für schwerst- oder chronisch kranke Kinder: die Kinderkrankenschwestern der Bremer Engel. Jetzt ist das Angebot mit einem Preis ausgezeichnet worden.
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Von Kornelia Hattermann

Die Bremer Engel, das Projekt der Familienhilfe für schwerst- und chronisch kranke Kinder, ist mit dem „Springer Medizin Charity Award 2019“ ausgezeichnet worden. Das Projekt überzeugte „Springer Medizin“ damit, dass viele Engagierte beteiligt sind. Dafür erhielten die Bremer Engel ein Medienpaket im Wert von 20.000 Euro und weitere 10.000 Euro zum Erhalt und Ausbau ihrer Leistungen.

Die Fachverlagsgruppe schenkt mit dem Springer Medizin Charity Award den Menschen eine große Aufmerksamkeit, die Tag um Tag für Patienten, ihre Angehörigen und für andere bedürftige Gruppen unverzichtbare Dienste leisten. „Der Preis ist eine wunderbare Würdigung unserer Arbeit und die unserer Unterstützer“, sagt Svenja Hösel, Mitglied des erweiterten Vorstands der Erika Müller Stiftung. Die Stiftung rief die mobile Familienhilfe Bremer Engel im Jahr 2005 ins Leben und finanziert das Projekt seither. Dabei ist sie auf Spenden angewiesen, da die Initiative keine staatliche Förderung erhält.

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Bei den Bremer Engeln handelt es sich um speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern, eine Psychologin und eine Kunsttherapeutin, die weit über die Grenzen Bremens hinaus im Einsatz sind: mit mobiler Brückenpflege. Durch diese wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass junge Patienten mit Krebserkrankungen oder chronischen Leiden wie Mukoviszidose, Diabetes oder Morbus Crohn wesentlich schneller aus der Klinik in ihr familiäres Umfeld entlassen werden können. Konkret bedeutet das: Die Betroffenen lernen die Bremer Engel im Krankenhaus kennen und werden dann von ihnen zu Hause weiter begleitet.

Zur häuslichen Unterstützung durch die Engel gehört nicht nur die medizinische Pflege, sondern auch die seelische Stärkung der betroffenen Kinder, ihrer Eltern und Geschwister. Die Kinderkrankenschwestern und Therapeutinnen wollen eine Brücke zwischen Klinik und vertrautem Zuhause schlagen und damit eine Versorgungslücke schließen. Sie machen schweres Leid besser ertragbar.

„Für unsere Krankenhäuser ist das ein großer Gewinn. Die Arbeit der Bremer Engel verbessert Behandlungsergebnisse und beschleunigt Genesungsprozesse“, erklärt Martin Claßen, Chefarzt der Professor-Hess-Kinderklinik am Klinikum Bremen-Mitte und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser.

Zehn Bremer Engel im Einsatz

„Die Auszeichnung zeigt, dass die Arbeit der mobilen Kinderkrankenschwestern auch überregional Beachtung und Anerkennung findet und als eine herausragende Leistung angesehen wird“, betont Svenja Hösel. Hinter den Bremer Engeln stünden etliche ehrenamtliche Akteure, die mit viel Herzblut dazu beitrügen, dass die über Spenden finanzierte häusliche Betreuung von chronisch und schwerst kranken Kindern noch ausgebaut werden könne. „Der Bedarf dafür besteht, wie uns die Ärzte der mit den Bremer Engeln kooperierenden Partnerkliniken bestätigen“, sagt Hösel.

Die zehn Bremer Engel sind derzeit in vier Krankenhäusern im Einsatz: an der Professor-Hess-Kinderklinik am Klinikum Bremen-Mitte und an den Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser, am Klinikum Bremen-Nord und am Josef-Hospital Delmenhorst. Von hier aus betreuen sie jährlich rund 140 Patientinnen und Patienten in Bremen und der gesamten Nordwestregion. Mit sechs Fahrzeugen legen sie im Schnitt 60.000 Kilometer im Jahr zurück.

Weitere Informationen

Weitere Informationen über das Projekt und die Stiftung auf www.bremer-engel.de.

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