Erfolg für Autor Andreas Schmidt Bremer erfindet Spiel zum Hobbit-Film

Bremen. Im Dezember kommt "Der Hobbit" in die Kinos. Der Bremer Andreas Schmidt hat sich passend zum Start des Films ein Hobbit-Spiel ausgedacht. Am Sonnabend hat er es im Bremer Atlantic Grand Hotel vorgestellt.
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Von Andreas D. Becker

Bremen. Eine ganz unerwartete Reise, so wie für Bilbo Beutlin in "Der Hobbit", wurde es für Andreas Schmidt dann doch nicht. Der Bremer Spieleautor machte sich bewusst auf den Weg.

"Ich habe von den Redakteuren des Kosmos-Verlags erfahren, dass sie sich um die Lizenzen für den neuen Peter-Jackson-Film bewerben", sagt er. Rund zweieinhalb Jahre ist das her. Schmidt ging trotz einer gewissen Unsicherheit los, nicht um den vom Drachen Smaug gestohlenen Schatz zu finden, aber doch um das eine Spiel zum Film zu erfinden. Am Sonnabend hat er es im Bremer Atlantic Grand Hotel vorgestellt.

"Der Hobbit" ist die Vorgeschichte des "Herrn der Ringe", jenes Fantasy-Epos’, das sich John R. R. Tolkien ausgedacht hat und das Peter Jackson verfilmte. Weltweit spielten die Filme Hunderte Millionen Dollar ein. Im Dezember kommt "Der Hobbit" auf die Leinwand – und wie schon zum "Herrn der Ringe" wird darum eine eigene Werbeprodukt-Welt entstehen. Unter anderem werden Schnellimbissketten Spielzeug anbieten und der Stuttgarter Kosmos-Verlag eben Spiele herausbringen.

Auflage von 70.000 Exemplaren

Dass Andreas Schmidt den Zuschlag für die Verspielung des "Hobbits" erhielt, ist ein Riesenerfolg für ihn. Seit 2003 tüftelt er an eigenen Ideen, mehr als 60 hat er auf seinem Tablet-Computer gespeichert. "Der Hobbit" ist die dritte davon, die veröffentlicht wird. Und dann bei Kosmos, einem Branchenriesen. In einer Auflage von 70000 Exemplaren. Weltweite Vermarktung. Das ist für Brettspiel-Dimensionen: gigantisch. Der 41-Jährige, der mit seiner Frau Sabine eine Media-Agentur betreibt, wirkt tiefenentspannt, obwohl so eine Veröffentlichung eigentlich ein "Kneif mich mal, ich glaub’, ich träume"-Moment ist.

"Ich habe das ganze Spiel anhand des Buches und des Hörbuches produziert", erklärt Schmidt. "Mir war schnell klar, dass es ein kooperatives Spiel werden soll, dass die Spieler zusammen die Zwerge spielen, während die anderen beiden zentralen Figuren, Bilbo und Gandalf, vom Spiel bewegt werden." Die Zwerge müssen Bilbo sicher ins Ziel bringen, auf der Reise warten Abenteuer in den Trollhöhlen und im Nebelgebirge auf sie. Was wie ein simples Laufspielchen klingt, entpuppt sich schnell als kniffelige Aufgabe. Wenn die Zwerge nicht Hand in Hand arbeiten, wird das Spiel gewinnen – und die Spieler haben verloren. "Es ist verwunderlich, wenn gleich das erste Spiel gewonnen wird, zwei, drei Partien benötigen die Spieler schon."

Ab Mittwoch wird der Bremer in Essen sein, bei den Internationalen Spieletagen, der weltweit größten Messe für Gesellschaftsspiele. Dort wirbt er für seinen "Hobbit", am Freitag und Sonntag sogar mit Autogrammstunden. Zudem wird er für sein zweites Spiel, das der Münchener Zoch-Verlag herausbringt, trommeln: "Jackal & High" ist eine witzige kleine Würfelzockerei. Aber in erster Linie wird er seinen Tablet-Computer von Verlag zu Verlag tragen, dort seine Ideen vorstellen. Mit der großen Chance, Redakteure zu begeistern – was ihm dank des "Hobbit" leichter als früher fallen dürfte.

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