Event von WESER-KURIER und Radio Bremen Bremer erleben geselligen Wahlabend in der Bürgerschaft

Leser des WESER-KURIER und andere Bremer haben im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft einen geselligen Abend mit Gästen aus allen Teilen der Gesellschaft erlebt.
24.09.2017, 21:53
Lesedauer: 2 Min
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Bremer erleben geselligen Wahlabend in der Bürgerschaft
Von Antje Stürmann

Gesellig, informativ und unterhaltsam – so haben Leser des WESER-KURIER und andere Gäste den ersten gemeinsamen Wahlabend mit Radio Bremen, der Bremischen Bürgerschaft und dem Bremer Presse-Club erlebt. Die Stimmung im Festsaal des Hauses der Bürgerschaft war von Beginn an gespannt.

„Dass die Bürgerschaft aus Anlass dieser Wahl ihr Haus für die Mitbürger öffnet, finde ich schön“, lobte Leserin Heike Stolte. Schockiert hat sie das Wahlergebnis der AfD: „Das ist heftig.“ Alle übrigen Ergebnisse, sagte Stolte, seien zu erwarten gewesen. „Dass die SPD so abgesackt ist, das ist für uns Bremer harter Tobak“, kommentierte sie den Absturz der Sozialdemokraten. Gut fand die 45-Jährige, dass sich Personen wie Jobcenter-Chefin Susanne Ahlers auf dem Podium zur Wahl äußerten. „Wir haben Willi Lemke und Christian Weber gesehen, ein tolles Aufeinandertreffen von Presse, Politikern und Bürgern“, resümierte Stolte.

Die Diskussion verfolgte die Bremerin gemeinsam mit ihrem 14-jährigen Sohn Theo, der zum ersten Mal eine solche Veranstaltung besuchte. „Ich finde das hier ganz gut. Man hört mal, was andere so denken“, sagte der Junior. Dass die AfD ein zweistelliges Ergebnis eingefahren habe, sei nicht so gut: „weil das eine rechtsorientierte Partei ist“, begründete er. Auf den Schock gönnten sich die beiden erst mal ein leckeres Häppchen vom Büfett.

Britta und Oliver Schmidt verfolgten die ersten Hochrechnungen ebenfalls im Festsaal der Bürgerschaft. „Bei so einer Veranstaltung versammelt sich der Querschnitt der Bremer Gesellschaft“, sagte Oliver Schmidt. „Es ist interessant, den einen oder anderen mal live zu sehen und zu beobachten.“ Toll sei aber auch, dass auch normale Bürger eingeladen worden seien, meinte Britta Schmidt, die ehrenamtlich als sachkundige Bürgerin im Beirat Neustadt mitwirkt.

Ihr ist vor allem positiv aufgefallen, dass die Wahlbeteiligung höher ist als erwartet. „Dass die AfD solch ein Ergebnis erzielt hat, spiegelt die Ängste und Sorgen der Menschen wider“, sagte die Parteilose. „Die Politik muss schauen, wie sie diesen Wählern ihre Sorgen nehmen kann. Ich glaube nicht, dass diese Wähler rechtsradikal sind.“ Wichtig sei am Ende, dass es keine Politikverdrossenheit gebe. „Und deshalb ist es gut, dass so viele gewählt haben“, so Schmidt.

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Mit starrem Blick verfolgte der Bremer Unternehmer Wilm Koopmann die ersten Auswertungen der Wahl. Er sieht das Resultat nicht so positiv wie die Schmidts: „Wir müssen das alles erst mal verdauen“, erklärte er – und meinte damit vor allem das Ergebnis der AfD. „Ich bin Steuerzahler in Bremen und Unternehmer. Das ist eine herbe Schlappe. Wie wird sich das auf Bremen auswirken?“, fragte er besorgt. Dennoch glaubt auch er: „Die AfD ist nur deshalb stark, weil sich verärgerte Bürger Luft gemacht und diese Partei gewählt haben.“ Wilm Koopmann war der Einladung des Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, gefolgt.

Für Regina Müller ging mit dem Wahlabend ein arbeitsreicher Tag zu Ende: „Ich habe vormittags beim Venuslauf geholfen und bin auch mitgelaufen“, berichtete sie. Danach habe sie ihren Lebensgefährten beim Drachenbootcup angefeuert und am Ufer für den guten Zweck Kaffee verkauft. „Jetzt mal eben sitzen, das tut gut“, sagte Müller. Bei einer Brezel, einem Lachsröllchen und einem Glas Wein verfolgte sie die Diskussionen auf dem Podium. „Sehr informativ“, urteilte sie. „Hier sind viele Leute, die man aus den Medien kennt, oder man lernt sie kennen. Schön, sich mit so vielen Menschen über die Wahlergebnisse austauschen zu können.“

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