Das zweite Mal in vier Wochen Bremer Feuerwehr begleitet Hausgeburt am Telefon

Zuletzt an Heiligabend und nun schon wieder: Einsatzkräfte in der Leitstelle der Bremer Feuerwehr haben erneut am Telefon durch eine Geburt geleitet. Dieses Mal hatte es die kleine Jannah besonders eilig.
21.01.2022, 16:26
Lesedauer: 1 Min
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Bremer Feuerwehr begleitet Hausgeburt am Telefon
Von Sabine Doll

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Bremen als Geburtshelfer am Telefon tätig geworden: An diesem Freitag gegen 13 Uhr hatte es Jannah besonders eilig, auf die Welt zu kommen. Um 12.53 Uhr ging der Notruf in der Leitstelle ein, Mitarbeiterin Janina Renner nahm ihn entgegen. Am anderen Ende meldete sich eine junge Frau, die über starke Wehen klagte, wie es in einer Mitteilung der Feuerwehr heißt.

Renner begleitete die junge Frau und deren Mutter über das Telefon durch Wehen und schließlich die Geburt. Mithilfe einer standardisierten Notrufabfrage gab sie Schritt für Schritt gezielte Anweisungen. Auf das Eintreffen der Notärztin und des Rettungsdienstes, die umgehend nach Eingang des Notrufs alarmiert wurden, wollte die kleine Jannah aber offenbar nicht warten. Noch bevor die Rettungskräfte eintrafen, kam das Kind zur Welt. "Es ging alles super schnell. Plötzlich war das Kind da", berichtete die Einsatzsachbearbeiterin nach der telefonischen Geburtshilfe. "Das war auch für mich am Telefon eine große Erleichterung und ein echtes Glücksgefühl." 

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Notärztin Janna Gräwe, die an diesem Freitag auf dem Rettungshubschrauber Christoph 6 eingeteilt war, wurde von der Polizei zum Einsatzort gebracht und versorgte das kleine Mädchen und ihre Mutter. Beide sind laut Feuerwehr wohlauf.

Geburtshilfe an Heiligabend

Erst vor knapp vier Wochen – an Heiligabend – waren die Einsatzkräfte in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ebenfalls als Geburtshelfer gefragt: Am späten Abend gegen 22.30 Uhr war der Notruf der Freundin einer werdenden Mutter eingegangen. Sie meldete Wehen in immer kürzeren Abständen. Einsatzsachbearbeiter Manfred Maretzki schickte Notarzt und Rettungsdienst zu der Hausgeburt – aber auch in diesem Fall kam das kleine Mädchen vorher zur Welt. "Auf einmal hörte ich das Schreien des kleinen Babys am Telefon. Das war für mich absolut überwältigend", sagte Maretzki.

"In den vergangenen Wochen und Monaten kommen Hausgeburten immer wieder einmal vor, bei denen wir telefonische Anleitung geben", sagt ein Sprecher der Feuerwehr dem WESER-KURIER auf Nachfrage. Eine konkrete Zahl konnte er nicht nennen, "aber das ist inzwischen häufiger der Fall".

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