Bremer Finanzbehörde

Martin Hagen wird Staatsrat

Die Nachfolge des langjährigen Bremer Finanzstaatsrates Hans-Henning Lühr ist geklärt. Zum 1. August ersetzt ihn Martin Hagen, der bisher als Abteilungsleiter die Digitalstrategie der Behörde verantwortete.
07.05.2020, 20:03
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Martin Hagen wird Staatsrat
Von Jürgen Theiner

In der Finanzbehörde wird eine Spitzenfunktion in Kürze neu besetzt. Nachfolger des langjährigen Staatsrates Hans-Henning Lühr, der im Sommer ausscheidet, wird der bisherige Abteilungsleiter für IT-Management und Digitalisierung, Martin Hagen. Der 49-Jährige tritt sein Amt zum 1. August an.

Grünen-Mitglied Hagen hat eine interessante Biografie, die längere Schul- und Studienaufenthalte in den USA einschließt. Der gebürtige Berliner studierte zunächst Politikwissenschaften und Germanistik, sattelte dann aber auf Informatik um und promovierte mit Bestnote über ein „Referenzmodell für Online-Transaktionssysteme im E-Government“. 2001 trat er in die Dienste der Finanzbehörde ein. Von Lühr, dem die Weiterentwicklung digitaler Bürgerdienste ein wichtiges Anliegen ist, wurde der IT-Fachmann schon seit einiger Zeit gezielt gefördert. Auch Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) hält große Stücke auf Hagen. „Er ist der richtige Mann an der richtigen Stelle“, sagte Strehl dem WESER-KURIER. Durch Hagen und die von ihm vorangetriebenen Digitalprojekte sei Bremen „bundesweit auffällig geworden“.

Staatsräte vertreten in den bremischen Behörden die Senatoren, sie sind sozusagen die Nummer zwei hinter den politischen Chefs und koordinieren das Verwaltungsgeschäft. Die Finanzbehörde als Schlüsselressort verfügt sogar über zwei Staatsräte. Neben Hans-Henning Lühr ist das zurzeit Silke Krebs. Mit Lühr geht im Sommer das dienstälteste Mitglied der Staatsräterunde. Der 69-Jährige stand schon länger zur Pensionierung an, hatte sich aber bereit erklärt, als erfahrener Haushälter den schwierigen ersten Doppeletat der rot-grün-roten Koalition fachlich zu begleiten.

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