Neue Ideen für das Rennbahn-Gelände

Bremer Galopprennbahn im Gespräch für Konzerte und Festivals

Mit der Zukunft der Rennbahn beschäftigen sich im Moment viele Menschen in Bremen. Politiker würden dort gerne wieder Konzerte hören, verschiedene Clubs wollen den Rasensport erhalten.
25.10.2019, 16:06
Lesedauer: 2 Min
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Bremer Galopprennbahn im Gespräch für Konzerte und Festivals
Von Nina Willborn
Bremer Galopprennbahn im Gespräch für Konzerte und Festivals

Im Sommer 2008 gab Ina Müller ein Konzert auf der Rennbahn.

Roland Scheitz

Große Open-Air-Konzerte sucht man derzeit in Bremen vergebens, die Stars machen einen Bogen um die Weser. Das könnte sich ändern, wenn sich die Idee, die im Moment bei den Jungsozialisten (Jusos) und auch in der CDU kursiert, durchsetzt: die Galopprennbahn wieder für Konzerte und Festivals zu öffnen.

Letztere wünschen sich die Jusos für das Gelände, sie stellen beim Landesparteitag an diesem Samstag einen entsprechenden Antrag. Darin fordern sie, der Senat solle zusammen mit Kulturexperten „ein Konzept entwickeln, das Musikfestivals vergleichbar mit ,Deichbrand', ,Hurricane' oder ,Rock am Ring' auf dem Gelände ermöglicht“. Der Landesvorstand empfiehlt, den Vorschlag an den Runden Tisch zu überweisen. Er soll ab Anfang 2020 unter Führung des Ressorts für Bau und Stadtentwicklung von Senatorin Maike Schaefer (Grüne) tagen und ein Konzept für die Nutzung der rund 30 Hektar erarbeiten.

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Auch Claas Rohmeyer, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kann sich Konzerte auf der Rennbahn vorstellen, von Rock-Bands ebenso wie Opern und Klassik-Orchester. „Warum sollte man nicht über die Rennbahn nachdenken?“, fragt er. „Sie wäre eine Möglichkeit für große Events. Und mit der Tribüne wäre Infrastruktur schon vorhanden.“ Zumal das Weserstadion wegen seiner fehlenden Fluchtwege ungeeignet ist. Rohmeyer: „Jetzt ist die Zeit der Ideen.“

Die entwickeln laut Medienberichten auch verschiedene Golf-Clubs. Die Golf-Range verlässt den Bremer Osten am Jahresende. Caspar Willich, Präsident des Golfclubs Skye will den Platz der Golf-Range zusammen mit anderen Clubs aus Bremen weiter betreiben. „Es wäre ein Jammer, wenn die Gemeinschaft, die da entstanden ist, nun kaputt gehen würde“, sagt er. Kosten würde eine Übernahme zwischen 300 000 und 500.000 Euro pro Jahr, plus Pacht, schätzt er. David Müller, Geschäftsführer des Clubs zur Vahr, könnte sich eine Beteiligung an Willichs Idee vorstellen. Denkbar sei, zwar nicht den kompletten Platz, aber die Driving-Range zu erhalten und in sie zu investieren. Allerdings brauche man dafür, sagt er, eine langfristig ausgerichtete Planung. „Mit kurzen Verträgen funktioniert so ein öffentliches Golfkonzept für Bremen nicht, das geht nur mit einem Zeithorizont ab fünf Jahren.“

Am Montagabend, 28. Oktober, kommt im Bürgerzentrum Neue Vahr erstmals der Regionalausschuss zusammen, um sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Interessen und Interessenten zu verschaffen.

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