Verbesserte Finanzausstattung

Nachschlag für die Hochschulen

Im Streit um die finanzielle Ausstattung der Bremer Hochschulen für die nächsten Jahre hat sich der Senat ein Stück weit auf die akademischen Einrichtungen zubewegt. Mittel aus dem Bremen-Fonds sollen helfen.
16.04.2021, 05:00
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Nachschlag für die Hochschulen
Von Jürgen Theiner
Nachschlag für die Hochschulen

Die Bremer Uni bekommt mehr Geld, als befürchtet, aber weniger, als erhofft.

Alasdair Jardine/Universität Bremen

Nun ist es doch etwas mehr geworden als der Erhalt des Status quo: Bei der Finanzierung der Hochschulen in Bremen und Bremerhaven im Doppelhaushalt 2022/23 hat der Senat eine Schippe draufgelegt. Der real zur Verfügung stehende Finanzrahmen für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen im kleinsten Bundesland soll von 419 Millionen Euro in 2021 über 449 Millionen im kommenden Jahr auf schließlich 459 Millionen Euro im Jahr 2023 steigen. Dazu tragen vor allem investive Mittel aus dem Bremen-Fonds bei, die nun für den Hochschulsektor eingeplant sind. Der Fonds ist ein Kredittopf, aus dem Projekte mit Corona-Bezug bezahlt werden.

Bleibt es nach den parlamentarischen Haushaltsberatungen im Herbst bei den genannten Beträgen, dann entsprechen die Ausgaben des Stadtstaates zwar nicht dem ehrgeizigen Wissenschaftsplan 2025 – allerdings ist die Lücke nicht so groß, wie ursprünglich befürchtet. In einem Brief an die Rektoren der Universität und der Hochschulen des Landes bezeichnet Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD) den jetzt erreichten Stand als „eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung von Wissenschaft als unverzichtbarer Säule für die zukünftige Entwicklung des Landes“. Angesicht der enormen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Bremer Haushalt sei dies „ein Erfolg des gesamten Senats unter ganz schwierigen Rahmenbedingungen“, nimmt Schilling für sich in Anspruch.

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Das Echo an den akademischen Einrichtungen ist allerdings verhalten. Uni-Kanzlerin Frauke Meyer spricht von einem „Trostpflaster, das aber nicht ausreicht“. Der Zug des Wissenschaftsplans könne weiterrollen, jedoch „mit stark angezogener Bremse“. Ähnlich sieht man es an der Hochschule. „Unter den gegebenen Bedingungen wurde immerhin die dringend notwendige Basis geschaffen, dass die Hochschule Bremen einen deutlichen Schritt zur notwendigen Verbesserung der Personalausstattung machen kann“, urteilt Rektorin Karin Luckey.

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