Social-Media-Kampagne

Bremer Influencer machen sich für Masken stark

Bremer Behörden starten eine Social-Media-Kampagne mit regionalen Influencern, um junge Leute für Abstandsregeln und das Tragen einer Maske zu sensibilisieren. Start ist an diesem Wochenende.
16.10.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Bremer Influencer machen sich für Masken stark
Von Mathias Sonnenberg
Bremer Influencer machen sich für Masken stark

Der Bremer Influencer Vu Dinh wirbt auf Instagram für Masken und Abstand im Alltag. Damit will er vor allem junge Leute erreichen.

Frank Thomas Koch

Vu Dinh macht das, was er am liebsten mag: Er steht vor einer Kamera. Über ihm blauer Himmel, hinter ihm der Roland. Und in der Hand hält er ein Schild, auf dem steht: „#fürbremen“. Vu Dinh ist ein Bremer Influencer, also jemand, der durch seine Präsenz in sozialen Netzwerken als Träger für Werbung und Vermarktung auftritt. Deshalb hat ihn die Bremer Werbeagentur Himmelrenner auch gefragt, ob er sich bei einer Kampagne beteiligen möchte, die das Gesundheits- und das Wirtschaftsressort in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung jetzt starten: Es geht darum, junge Menschen für das Thema Abstand und Maske zu sensibilisieren.

Natürlich haben auch Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) ihre Insta­gram-Accounts. Das Problem: zu wenige Follower. Deshalb werben jetzt fünf regionale Influencer für Maske und Abstand im Alltag. Die fünf seien sogenannte Micro-Influencer, also Leute, die nicht gigantisch viele Follower haben, „dafür aber in der Region fest verankert sind“, wie Christian Himmel von der Agentur Himmelrenner sagt.

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Vu Dinh ist solch ein regionaler Influencer. Knapp 10.000 Follower habe er, sagt Vu Dinh, der hauptberuflich als Fluglotse arbeitet. Als ihn die Agentur gefragt habe, ob er dabei sei, habe er sofort zugesagt. Auch wenn er zugibt, dass er es mit Maske und Abstand einige Zeit nicht ganz so eng genommen habe. Bis ein entfernter Bekannter, 58 Jahre und kerngesund, nach einer Corona-Infizierung im künstlichen Koma lag. „Da habe ich erlebt, wie gefährlich diese Krankheit ist.“ Und dass jüngere Menschen oft ja gar nicht spüren würden, wenn sie infiziert seien. Und dann eben ältere Mitmenschen infizierten. „Es geht darum, diese Krankheit nicht zu übertragen.“

Die Social-Media-Kampagne richtet sich deshalb an Menschen zwischen 14 und 25 Jahren, sagt Kersten Artus aus der Gesundheitsbehörde. Es geht darum, Botschaften mit Hashtags wie „#mitabstand“, „#mitmaske“ oder „#mitköpfchen“ unter die jungen Leute zu bringen. „Influencer sind für junge Menschen Vorbilder, deshalb haben wir drei Frauen und zwei Männer ausgesucht, die unsere Botschaft verbreiten sollen“, sagt Artus. Schon an diesem Wochenende gibt es die ersten Posts und Tweets.

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