Teilnehmerrekord bei „Jugend forscht“ Bremer Jugendliche sind eifrig wie nie

Bremen. Kinder und Jugendliche aus Bremen und Bremerhaven beteiligen sich in diesem Jahr so eifrig wie noch nie an dem Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. Mehr als 600 Nachwuchsforscher haben sich für den diesjährigen Wettbewerb angemeldet.
01.02.2010, 15:06
Lesedauer: 3 Min
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Von Andrea Suhn

Bremen. Kinder und Jugendliche aus Bremen und Bremerhaven beteiligen sich in diesem Jahr so eifrig wie nie an dem Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. Mehr als 600 Nachwuchsforscher haben sich für den diesjährigen Wettbewerb angemeldet. Bis Ende Januar mussten die Arbeiten eingereicht werden.

Die endgültige Teilnehmerzahl gibt es zwar noch nicht, der Bremer Landeswettbewerbsbeauftragte Hans-Helmut Dettmer ist jedoch schon jetzt mehr als zufrieden. Anmeldeschluss für den Wettbewerb war November 2009. Bis zum 31. Januar 2010 mussten die fertigen Arbeiten bei den zuständigen Regionalbüros eingereicht werden. "Die Anmeldezahlen sind deutlich höher als im Vorjahr", sagt Dettmer. "Und selbst wenn die ein oder andere Arbeit nicht bis zum Stichtag fertig geworden und eingereicht worden ist, haben wir immer noch einen neuen Teilnahmerekord."

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Anmeldungen im Lande Bremen um mehr als zehn Prozent gestiegen. Das Land hat damit die vierthöchste Steigerungsrate nach Niedersachsen (knapp 13 Prozent) , dem Saarland (14 Prozent)  und Schleswig-Holstein (16 Prozent).

„Uns hat die hohe Beteiligung selbst ein wenig überrascht“, sagt Hans-Helmut Dettmer. Allerdings rühre das nicht daher, dass sich in den vergangenen Jahren nur wenige Jugendliche beworben hätten. Im Gegenteil: „Wir haben klein angefangen und die Beteiligung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Eigentlich dachten wir, wir hätten das Maximum schon erreicht. Deshalb freut uns diese erneute Steigerung natürlich umso mehr“, sagt er.

Seit 25 Jahren betreut der Studiendirektor den Nachwuchswettbewerb auf Landesebene. Die Gründe für das wachsende Interesse bei Bremer Jungforscher sieht der 62-Jährige vor allem in der jahrelangen guten und kontinuierlichen Zusammenarbeit der verschiedenen Partner im Lande Bremen. „Wir haben über die Jahre ein sehr gutes Netzwerk aus Betreuungslehrern an Schulen, regionalen Patenfirmen und ehemaligen Landessiegern, die heute als Patenbeauftragte oder Regionalwettbewerbsleiter tätig sind, aufgebaut “, erzählt Dettmer. Zu den Partnerunternehmen zählen neben EADS Astrium, die das Sponsoring auf Landesebene übernimmt, weitere namhafte Unternehmen wie Belgua Shipping, die Seestadt Bremerhaven, die Unternehmensverbände im Lande Bremen sowie das Universum Science-Center, die das Sponsoring für die drei Bremer Regionalausscheidungen übernommen haben.

Ein Vorteil sei die Größe, beziehungsweise die Kleinheit Bremens. „Es ist hier alles sehr familiär, das kommt uns bei der Vernetzung zugute“, sagt Dettmer. So sei es möglich, dass Bremen als kleinstes Bundesland sogar mehr Teilnehmer verzeichnet als die großen Stadtstaaten Hamburg oder Berlin, obwohl auch hier die Beteiligung an dem Wettbewerb gestiegen ist.

Ohnehin erfreut sich der Nachwuchswettbewerb zur Förderung besonderer Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zunehmender Beliebtheit: Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb hat nach eigenen Angaben einen neuen Beteiligungsrekord aufgestellt. 10.196 Jugendliche wollen in diesem Jahr an dem Wettbewerb teilnehmen. Das ist die höchste Anmeldezahl seit der 45-jährigen Wettbewerbsgeschichte.

„Der Anmelderekord beweist die große Attraktivität von Jugend forscht bei Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung „Jugend forscht“, Jörg F. Maas. „Als Talentschmiede leistet der Wettbewerb seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag, junge Forscher und Erfinder zu finden und zu fördern, die über wissenschaftliche Neugier, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und Problemlösungskompetenz verfügen.“

Der bundesweite Wettbewerb findet in zwei verschiedenen Sparten statt. Schüler ab der vierten Klasse und bis zu 14 Jahren treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an. 15 bis 21-Jährige messen sich in der Kategorie „Jugend forscht“.

Die Jugendforscher treten Anfang Februar zunächst in einem der 78 Regionalwettbewerbe an. In Bremen finden drei regionale Ausscheidungen statt, in Bremerhaven, Bremen-Nord und Bremen-Mitte. Die besten qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe im März und April. Hier werden auch die Sieger der Juniorsparte "Schüler experimentieren" gekürt. Der Abschluss der 45. Runde von „Jugend forscht“ ist der Bundeswettbewerb vom 13. bis 16. Mai in Essen.

 

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