Fotoreportage

Kranführer: Einer der höchsten Arbeitsplätze in Bremen

In 45 Metern über dem Erdboden hat Patryk Wroblewski beste Aussichten. Er verbringt seinen Arbeitstag in einem Kran. Morgens hoch, abends wieder runter. Auch seine Pause macht er in dem Glaskasten.
18.04.2021, 08:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Momen Mostafa (Fotos) und Maurice Arndt (Text)

Wenn Patryk Wroblewski gegen 7 Uhr zur Arbeit kommt, braucht er erst mal einen Kaffee. Der Kaffeekocher steht direkt hinter seinem Arbeitsplatz, der Weg zum morgendlichen Muntermacher ist dennoch alles andere als kurz. Schließlich muss er erst einmal eine Menge Leitern steigen, um zu seinem Arbeitsplatz zu kommen. Genau genommen: 45 Meter nach oben.

„Angst darf man nicht haben.“ Sonst könne er seine Arbeit nicht machen, sagt Patryk Wroblewski. Sein Beruf: Kranfahrer. Er gibt zu: „Bei meinem ersten Mal, das war auf einem 150-Meter-Kran, war mir etwas mulmig.“ Die Angst sei aber nach wenigen Minuten gewichen – und seither nie zurückgekehrt, egal bei welcher Krangröße. Auch Wind und Wetter machten ihm nichts aus. Bei bis zu 45 Kilometern pro Stunde Windgeschwindigkeit gerät der Kran schon mal gehörig ins Wanken. Bei noch schnelleren Winden darf er nicht weiterarbeiten. Die Gefahr für Unfälle würde dann zu groß.

Patryk Wroblewski bedient seit 2008 die großen Baukräne. Damals arbeitete der heute 39-Jährige bei Baustellen noch auf dem Boden. Ein befreundeter Kollege zeigte ihm auf einem 150 Meter hohen Kran den Arbeitsplatz. Wroblewski fand schnell Gefallen an dem Beruf: 170 Praxisstunden und eine Prüfung später hatte er seinen Kranführerschein. Derzeit arbeitet er auf der Baustelle neben dem Jacobs-Firmensitz an der kleinen Weser.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren