Bremer Ladies Circle neu gegründet

Helfen steht an erster Stelle

Am Start: In der Krise gibt es für den Bremer Ladys Circle neue Aufgaben.
07.04.2020, 08:30
Lesedauer: 2 Min
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Helfen steht an erster Stelle
Von Frauke Fischer
Helfen steht an erster Stelle

Die Gründerfrauen vom neuen Bremer Ladies Circle (v.l.): Pia Jacobi, Sophie Eulitz, Sonja Simanić, Julia Scholtes, Lena Kluge und Anika Poppe.

Sebi Berens

Der nächste Schritt ist getan. Die Frauen um Lena Kluge haben die Gründungsfeier des Bremer Ladys Circle im März geschafft und wollten nun so richtig loslegen. Das haben sich die Frauen wie die Gründungspräsidentin, die nun amtierende Vizepräsidentin, fest vorgenommen.

In den Startlöchern stehen sie ja schon seit einigen Monate und haben vor Weihnachten erste Hilfsaktionen für jüngere und ältere Bremerinnen und Bremer ermöglicht. „Nun hat sich die Situation ja dramatisch geändert“, sagt Lena Kluge mit Blick auf die Virus-Pandemie. „Das Helfen aber steht für uns weiter im Vordergrund.“

„Wir gucken nach vorn“, sagt die Psychologin auch. Der junge Bremer Ladys Circle hat sich vor vier Wochen mit Unterstützung des schon länger aktiven Clubs Cuxhaven und der Distriktpräsidentin Katrin Schröder gegründet. Zur Gründungsversammlung in der Markthalle Acht hatten die Bremerinnen nicht nur ihren kleinen Vorstandskreis, die Distriktpräsidentin und die Cuxhavenerinnen geladen. Auch weitere Interessentinnen nutzen den gemütlichen Abend, um mehr über den Ladies Circle zu erfahren und von den Ideen des Verbands zu hören. Sie alle wollen sich als starke Frauen in die Bremer Politik und Gesellschaft einbringen, sich mit anderen Clubs vernetzen, aber vor allem Menschen beistehen, die dringend Hilfe brauchen. Und es geht ebenso um andere Projekte zum Wohle Bremens.

„Das sind unsere wichtigen Ziele“, berichtet Lena Kluge. Für ihre Vereinsgründung brauchten die Ladies laut Statuten mindestens sieben aktive Mitglieder, sie durften nicht jünger als 18 und nicht älter als 45 Jahre alt sein. Der vor wenigen Wochen noch kleine Kreis ist inzwischen schon gewachsen und hat derzeit einen größeren Vorstand mit Julia Scholtes an der Spitze und Lena Kluge als Vizepräsidentin. „Wir freuen uns über das große Interesse und die nun schon 14 Aspirantinnen, die wir im Laufe der kommenden Monate kennenlernen möchten“, sagt die Neubremerin. „Wir wollen aber nicht zu schnell wachsen, wir müssen die Dynamik innerhalb der Gruppe erst mal erleben. „

Ganz klar, da spricht die Psychologin. Die übliche Größe eines solchen Circle liege bei etwa 18, höchstens 25 Frauen, erklärt die 38-Jährige weiter. Die große, auf verschiedenen Ebenen unterteilte Organisation ist international aufgestellt und gehört in Deutschland zu jenen Clubs, die sich wie Lions, Rotary oder Zonta vorwiegend um das Wohl anderer kümmern.

Während diese auf rund hundert Jahre Aktivitäten in der Welt zurückblicken, legten die deutschen Ladies Circles mit ihren ebenfalls weltweit vernetzten Clubs Anfang der 1970er-Jahre auf lokaler, regionaler, aber auch darüber hinaus los.

Um auf die weltweite Corona-Krise im Rahmen eigener Möglichkeiten zu reagieren, haben die Bremer Ladies nun in viele Richtungen Kontakt aufgenommen, ihre Hilfe auf Bauernhöfen mit Spargelfeldern, anderem Gemüse oder Erdbeeren angeboten. Grundsätzlich als Ehrenamtliche, als freiwillige Helferinnen mit viel Motivation und Energie möchten sie weiter tätig sein.

„Die Abstimmung für weitere Ideen und Projekte laufen auch bei uns nun digital über Videokonferenzen. So können wir an unseren Treffen, die alle zwei Wochen stattfinden, festhalten“, erklärt Kluge. „Wir werden weiterhin schauen, wo wir auch in dieser Situation tätig werden können und wo unsere Unterstützung gebraucht wird.“

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