Landesbeamtengesetz geändert Bremer Lehrer können Ruhestand bis zu fünf Jahre aufschieben

Schule statt Ruhestand: Bremer Lehrer haben zukünftig die Möglichkeit, ihren Ruhestand um bis zu fünf Jahre zu verschieben. Die Bremische Bürgerschaft passte am Mittwoch das Landesbeamtengesetz an.
30.05.2018, 11:57
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Lehrer in Bremen können künftig ihren Ruhestand freiwillig um bis zu fünf Jahre hinausschieben. Die Bürgerschaft passte am Mittwoch das Landesbeamtengesetz entsprechend an, um den Lehrermangel kurzfristig zu überbrücken. Denn derzeit könnten nicht alle offenen Stellen an Schulen besetzt werden, hieß es zur Begründung der Gesetzesänderung. Von den rund 5100 Lehrern in Bremen seien die meisten verbeamtet, nur etwa 450 seien angestellt.

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In der Stadt Bremen seien Anfang des Monats 22 Stellen unbesetzt gewesen, in Bremerhaven 16. Eine Sprecherin der Schulbehörde sagte, dass Pensionäre aus allen und für alle Schulformen willkommen seien. Etwa 80 Pensionäre seien in Bremen bereits verlängert im Schuldienst tätig. Lehrer, die ihren Ruhestand aufschieben, sollen nach dem Gesetz weiter das gleiche Gehalt erhalten.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Bremen hält die Änderung für überflüssig. "Die bestehenden Regelungen sind ausreichend", sagte GEW-Sprecher Christian Gloede. Für sie ist wichtig, dass Pensionäre, die länger arbeiten möchten, weiter im öffentlichen Dienst beschäftigt seien und nicht etwa über Leiharbeitsfirmen vermittelt würden. (dpa)

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