Lloyd-Passage

Handabdrücke von Katja Riemann neu in der "Mall of Fame"

Insgesamt 26 Prominente ehrt die Lloyd-Passage bisher mit eigenen Bronzetafeln. Jetzt hat die "Mall of Fame" in der Lloydpassage ein neues Händepaaren: das von Schauspielerin Katja Riemann.
10.09.2021, 17:52
Lesedauer: 2 Min
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Von Sophia Allenstein

Zwischen denen von Amelie Fried und Roberto Albanese prangen sie, in Bronze hell schimmernd und noch ohne Patina: die Handabdrücke von Katja Riemann. Die Schauspielerin und Sängerin enthüllte am Freitagmittag in der Lloyd-Passage die ihr zugedachte Bronzeplatte - die ab sofort die bisher noch deutlich in der Unterzahl vertretene weibliche Prominenz der "Mall of Fame" stärkt. Bisher haben unter der charakteristischen Glaskuppel unter anderem Jan Böhmermann, Hape Kerkeling, Peter Maffay und Rudi Carell ihre Spuren im Boden hinterlassen.

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In der "Mall of Fame" werden Prominente gewürdigt, die in einer besonderen Beziehung zu Bremen stehen oder die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Riemann selbst wurde in der Roland-Klinik in Bremen geboren und wuchs mit ihren Geschwistern in Kirchweyhe auf. Vor der Kamera vertrat sie Bremen und das Bremer Umland 1987 in dem Historiendrama "Sommer in Lesmona". Riemann spielt darin die 18-jährige Marga Lürmann, die von ihren Eltern auf das Landgut ihres Onkels gesandt wird und sich dort Hals über Kopf in ihren Cousin verliebt. Die sechsteilige Serie war für die damalige Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover der Durchbruch und brachte ihr für ihre schauspielerische Leistung den Grimme-Preis ein. Viele weitere Auszeichnungen sollten folgen, etwa der Bambi für ihre Rolle in "Der bewegte Mann" und der Deutsche Filmpreis für die "Beste Hauptdarstellerin" im Spielfilm "Bandits". Aktuell ist Katja Riemann an der Seite von Otto Waalkes in der Fantasy-Komödie "Catweazle" im Kino zu sehen.

Die mit ihren Theater und Filmengagements einhergehende mediale Aufmerksamkeit nutzt Riemann auch für soziale Belange. Als Unicef-Botschafterin setzt sie sich etwa seit 1999 für die Rechte von Frauen und Mädchen ein. "Manchmal gibt es humanitäre Katastrophen, von denen wir hier in Deutschland nichts mitbekommen", erklärte Riemann in der Lloyd-Passage. Sie versuche daher, solche Geschichten von ihren Reisen mitzubringen. Die 1000 Euro, die die Lloyd-Passage anlässlich der Aufnahme Riemanns in die "Mall of Fame" für einen guten Zweck spendet, gehen auf Wunsch der Schauspielerin an den Verein Ampo International. Dieser unterhält Burkina Faso unter anderem mehrere Waisenhäuser und bietet Ausbildungen für Jugendliche an.

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