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Bremer Miri-Chef: Was bisher geschah

Der Chef des Miri-Clans, Ibrahim Miri, wurde im Spätsommer 2019 abgeschoben und reiste vier Monate später illegal wieder ein. Im November wiesen ihn die Behörden erneut aus. Eine Chronologie.
05.11.2019, 09:00
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Bremer Miri-Chef: Was bisher geschah
Von Maurice Arndt

Ibrahim Miri war 13 Jahre alt, als er aus dem Libanon nach Deutschland kam. Seitdem sollte der Chef des Miri-Clans mehrfach abgeschoben werden, was immer wieder scheiterte, weil er keinen Pass besaß. Im Juli 2019 klappte die Abschiebung des verurteilten Kriminellen, weil es der Chef der Bundespolizei geschafft haben soll, entsprechende Ausweispapiere zu organisieren. Vier Monate später war Miri plötzlich zurück in Deutschland. Er reiste wohl illegal in die Bundesrepublik ein. Am 23. November schoben ihn die deutschen Behörden erneut in den Libanon ab.

Der Miri-Clan soll aus etwa 35 Familien bestehen, die überwiegend in Bremen angesiedelt sind. Ursprünglich kommen die Miris aus der Türkei, Syrien und – wie Clan-Chef Ibrahim – dem Libanon. Sie zählen zu der staatenlosen Volksgruppe der Mhallami-Kurden. Als sie in den 1970er-Jahren nach Deutschland kamen, konnten sie nicht abgeschoben werden, da sie keinem Staat zuzuordnen sind. Nach „Bild“-Informationen belief sich der Umsatz der Familien 2010 auf rund 50 Millionen Euro – nur durch Drogengeschäfte.

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