Welttag der humanitären Hilfe Bremer Organisationen rufen zum Schutz von Geflüchteten auf

Mehrere Bremer Initiativen kritisieren die jüngsten EU-Beschlüsse und fordern eine solidarische Aufnahme von Geflüchteten in den Häfen der EU und die Entkriminalisierung der zivilen Seenotrettung.
18.08.2018, 18:44
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Bremer Organisationen rufen zum Schutz von Geflüchteten auf
Von Kristin Hermann

Anlässlich des Internationalen Tages der humanitären Hilfe an diesem Sonntag haben diverse Bremer Flüchtlingsinitiativen einen Aufruf zum Schutz von Geflüchteten gestartet. Sie fordern unter anderem eine solidarische Aufnahme von Geflüchteten in der Europäischen Union, die Rettung von Menschen in Seenot im Mittelmeer und ihre Aufnahme in europäischen Häfen. Initiator des Aufrufes ist die Bremer Organisation Seehilfe, die Geflüchtete auf Sizilien unterstützt.

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Unter anderem gehören der Verein Fluchtraum Bremen, der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt und der Schlachthof zu den Unterzeichnern. „Die jüngsten, unter Federführung der Bundesregierung gefassten EU-Beschlüsse werden nichts an Fluchtmisere und Massensterben ändern. Denn sie zielen nicht auf den Schutz der Flüchtlinge, sondern auf noch rigorosere Abwehr und weiter zunehmende Einschränkungen der Rechtsstaatlichkeit“, schreiben die Initiatoren in ihrem Aufruf zu den aktuellen Entwicklungen im Mittelmeer.

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) begrüßt das Engagement der Initiatoren, die diesen Aufruf auf den Weg gebracht haben, heißt es aus dem Rathaus dazu. „Ebenso wie der gesamte Senat verurteilt er jedwede Versuche, die zivile Seenotrettung zu kriminalisieren“, sagt der Pressesprecher des Senats, André Städler, auf Nachfrage. Bremen habe anlässlich seiner bundestaatlichen Verantwortung auf eine humane Flüchtlingspolitik des Bundes hingewirkt.

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