Prozessauftakt vor dem Landgericht

Bremer Pflegehelfer womöglich in drei weitere Straftaten verwickelt

Ein Bremer Pflegehelfer muss sich seit Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten. Er könnte in drei weitere Straftaten verwickelt sein.
29.10.2019, 10:27
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Von Carolin Henkenberens
Bremer Pflegehelfer womöglich in drei weitere Straftaten verwickelt

In einem Bremer Heim soll der Beschuldigte zwei Bewohnerinnen absichtlich unnötige Medikamente gegeben haben.

Inga Kjer/photothek.net

Der Prozessauftakt endete schon nach einer knappen Stunde. Der Grund: Die Polizei ermittelt noch weiter gegen den Angeklagten, um herauszufinden, ob es weitere Taten gegeben hat. Die Ermittlungsakten solle die Staatsanwaltschaft jetzt allen Beteiligten zur Verfügung stellen, begründete der Vorsitzende Richter die Entscheidung, warum die Hauptverhandlung vorzeitig beendet wurde. Genaueres, etwa wegen welcher Art von Straftaten ermittelt werde und wie viele weitere Opfer es gegeben haben könnte, wurde jedoch nicht bekannt.

Der Angeklagte soll im März 2019 einer 75 Jahre alten Frau in einem Bremer Pflegeheim ohne medizinische Notwendigkeit Insulin gespritzt und sie damit in Lebensgefahr gebracht haben. Im Zuge der Ermittlungen war schon ein zweiter Fall, der nun ebenfalls Gegenstand vor Gericht ist, bekannt geworden. Die zweite Frau soll unverletzt geblieben sein.

Der Angeklagte machte am Dienstag einen nervösen Eindruck. Er kam in einem dunklen Kapuzenpullover und Sneakers. Die Staatsanwaltschaft wollte den 39-Jährigen ursprünglich wegen versuchten Mordes vor Gericht bringen. Das Landgericht Bremen ließ jedoch nur eine Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung zu, weil der Mann selbst den Rettungsdienst gerufen hatte. Dies wertete das Schwurgericht als Rücktrittsgedanken.

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