Tag der Sicherheit Bremer Rettungstechnik zum Anfassen

Beim Tag der Sicherheit auf dem Gelände des Klinikums Links der Weser stellten Feuerwehr, ADAC, Technisches Hilfswerk und Co. am Sonntag ihre Arbeit vor. Tausende Besucher waren dabei.
16.06.2019, 17:37
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Bremer Rettungstechnik zum Anfassen
Von Nina Willborn

„Mamaaa, Hubschrauber!“ und „Paapaa, Polizeiauto?“: Beides war überdurchschnittlich oft zu hören in den Unterhaltungen der Familien, die am Sonntag als Karawane nach dem Stopp jeder Linie 4 in Kattenturm in Richtung Klinikum Links der Weser zogen. Klar, das Ziel war ja auch der Tag der Sicherheit auf dem Areal des Krankenhauses, auf dem nun schon im 14. Jahr Rettungsprofis von Feuerwehr bis Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ihre Arbeit vorstellten.

Zu den Highlights nicht nur für die Kids gehörten natürlich die beiden „Christophs“, Nachnamen „6“ und „Weser“, die Rettungshubschrauber von ADAC und Luftrettung – und dass es sich, wenn gerade keine Starts oder Landungen anstanden, auf so einem Hubschrauberlandeplatz auch ganz gemütlich picknicken lässt, hatten viele der Besucher auch ziemlich schnell raus.

Die Bedenken waren unbegründet

„Wir hatten wegen des großen Konkurrenzprogramms mit La Strada und Wallfest erst Sorge, dass dieses Mal nicht so viele Besucher kommen“, sagte Rolf Schlüter, Sprecher des Klinikverbundes Gesundheit Nord (Geno), der den Sicherheitstag veranstaltet. Die Bedenken waren allerdings unbegründet: Schon mittags war klar, dass es eher auf eine Rekordzahl um die 5000 Besucher hinauslaufen würde.

Milan Rahmann und seine Schwester Marit hatten es sich nach einem Bummel übers Gelände und einem Stopp beim Flugsimulator des Bremer Vereins Airbe und beim Schminkstand derweil im Führerhaus des mächtigen MZKW bequem gemacht, den die Ortsgruppe Süd des Technischen Hilfswerks (THW) mitgebracht hatte. Vor dem blauen Riesen staunte ihre Mutter Anja Bergmann: „So ein Fahrzeug sieht man ja doch eher selten.“

Lesen Sie auch

Zum Glück, denn den MZKW, das steht für Mehrzweckkraftwagen, schickt das THW beispielsweise nach einem Hauseinsturz oder zum Beseitigen von Sturmschäden. In seinem Laderaum ist genug Platz für alles technische Gerät. „Aggregate, Lichtsysteme, Leitern, Kettensägen, Sandsäcke – alles, was nicht der GKW, das ist die kleinere Variante, nicht schafft“, zählte THW-Mitarbeiter Sebastian Klaar auf.

„Die Kinder wollen ins Auto, die Eltern stellen die Fragen“, diese Erfahrung machte auch Feuerwehrmann Matthias Steinbrink immer wieder beim „Tag der Sicherheit“. „Es ist eine gute Gelegenheit, bei der man Kindern auch die Angst nehmen kann, zum Beispiel vor unseren Masken.“ Hemmschwellen senken, die Menschen vertraut machen mit der Technik und den Abläufen, die im Notfall wichtig sind: So beschrieb auch Geno-Sprecher Schlüter das Ziel der Aktion.

Keine Nachwuchssorgen

„Menschen, die hier waren, haben danach ein anderes Verständnis dieser Situationen“, sagte er. Und natürlich sei die Aktion für die verschiedenen Retter-Organisationen auch eine Gelegenheit, um Nachwuchs zu werben. Entsprechend war zum Beispiel die Jugendfeuerwehr vertreten, die Kindern und Erwachsenen zeigte, wie Rettungsspreizer und Schleifkorbtragen im Einsatz funktionieren.

Nachwuchssorgen hat zumindest die Freiwillige Feuerwehr Arbergen nicht. „Wir sind im Moment gut aufgestellt. Das Soll liegt bei 30 Mann, wir sind im Moment 38“, erzählte Steinbrink. Sieben Mal musste seine Truppe in diesem Jahr ausrücken. Steinbrink: „Für uns ist es bislang ein ruhiges Jahr. Toi, toi, toi, dass es so bleibt. Wenn wir nicht raus müssen, geht es der Bevölkerung gut.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+