Senat beschließt IT-Konzept

35 Millionen für die Digitalisierung an Bremer Schulen

Sämtliche Lehrkräfte und bedürftige Kinder und Jugendliche in Bremen sind bereits mit iPads ausgestattet. Nun hat die Bildungsbehörde auch ein Konzept vorgelegt, der Senat bewilligt dafür 35 Millionen Euro.
04.11.2020, 05:00
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35 Millionen für die Digitalisierung an Bremer Schulen
Von Frank Hethey
35 Millionen für die Digitalisierung an Bremer Schulen

Der Bremer Senat hat ein IT-Konzept beschlossen, das ein Finanzvolumen von 35 Millionen Euro hat.

Julian Stratenschulte /dpa

Mit iPads sind Lehrkräfte und ein Teil der Schüler bereits ausgestattet, doch bislang fehlte es an einem umfassenden IT-Konzept. Das hat der Senat jetzt in seiner Dienstagssitzung beschlossen: Mehr als 35 Millionen Euro macht Bremen locker, um die Digitalisierung der Schulen umzusetzen. Zum Aktionsprogramm „Digitale Transformation“ gehört auch die Schaffung von 41 Vollzeitstellen im Bereich der technischen Unterstützung. Die Mittel für die Digitalisierung der Bremer Schullandschaft stammen aus dem Bremen-Fonds, es sollen aber auch Bundesmittel angezapft werden.

Um die Lehrkräfte fit zu machen für den Umgang mit iPads hat es bereits zwei sogenannte Qualifizierungsoffensiven gegeben, eine dritte mit zwölf Online-Workshops und mehreren Info-Veranstaltungen soll im November anlaufen. Im Mai 2021 soll das Bildungsressort das Support-Konzept noch einmal konkretisieren und mittelfristig Vorschläge für eine kontinuierliche Versorgung von Schülern und Lehrkräften mit Tablets vorlegen. Und zwar „innerhalb der regulären Haushaltsmöglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten“, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

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Von einem „Mammutprogramm“ spricht Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD), während Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) betont, Grundlage für einen krisensicheren Unterricht sei eine krisenfeste IT-Infrastruktur. Als Teil der Lehr- und Lernmittelfreiheit begrüßt SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör die Verteilung der digitalen Endgeräte, die im Dezember abgeschlossen sein soll.

Unterdessen kritisierte die CDU, dass noch immer keine Dienstvereinbarung zwischen dem Personalrat Schulen und der Bildungsbehörde zur verpflichtenden Nutzung der Lernplattform itslearning vorliege. Wie Personalrat und Behörde versichern, ist die Dienstvereinbarung aber bereits ausgehandelt und nur coronabedingt noch nicht unterschrieben.

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