Senat beschließt Förderprogramm

Drei Millionen Euro für Open-Air-Veranstaltungen

In diesem Sommer soll es in Bremen und Bremerhaven möglichst viel Kultur unter freiem Himmel geben. Der Bremer Senat hat ein Förderprogramm in Höhe von drei Millionen Euro beschlossen.
11.05.2021, 17:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Nina Willborn

Konzerte, Lesungen, Festivals: In Bremen und Bremerhaven soll es einen Open-Air-Sommer geben. Drei Millionen Euro stellt der Senat deshalb zur Verfügung, damit geeignete Flächen für Open-Air-Aktionen in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern gefunden werden und mit der entsprechenden Technik sowie der Versorgung mit Strom und Wasser ausgerüstet werden. Grundlage des am Dienstag beschlossenen Förderprogramms für die durch den Lockdown seit Monaten brachliegende Kulturszene ist ein im März von der Bürgerschaft beschlossener Antrag der rot-grün-roten Koalition auf Initiative der Grünen.

"Mit dem Senatsbeschluss haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt, dass wir alles daransetzen, um die bremische Veranstaltungsbranche zu unterstützen", sagt Kristina Vogt (Linke), Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. "Ich hoffe, dass wir einen Sommer voller kultureller und musikalischer Vielfalt im Land Bremen erleben können."

Zu den Orten, die in Zusammenarbeit mit Musikszene e. V. und dem Clubverstärker ausgewählt worden sind, gehören unter anderem die Seebühne an der Waterfront, das Lankenauer Höft, der Güterbahnhof, das BWK-Gelände in Bremen Nord, der Open-Space auf dem Domshof und die Galopprennbahn. Auch auf der Fläche vor dem Pier 2 könnten Veranstaltungen möglich sein. "Auch neue Veranstaltungsorte können gefördert werden", sagt Kai Wargalla, kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. "Wo was möglich ist, hängt natürlich auch von der jeweiligen Situation ab, ob Lärmproblematiken drohen oder nicht. Aber je mehr Orte wir haben, desto besser." Möglich sein soll dabei auch, dass beispielsweise eine Kneipe, die keine Außenflächen hat, aber ein Konzert veranstalten will, eine der Flächen nutzen kann. "Kultur braucht Orte", sagt Kai Wargalla. "Die Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, in der Praxis zu sehen, welche Orte in der Stadt besonders als Kulturorte geeignet sind und wie solche Veranstaltungen die Stadt beleben." Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, bewertet den Beschluss als "unglaublich wichtiges Signal". "Die Künstlerinnen und Künstler, aber auch die Clubs, haben extrem unter der Krise gelitten", sagte sie. Für die Veranstaltungsbranche sei es existenziell, eine Perspektive zu erhalten.

Anträge für das "Programm Außenflächen 2021" können veranstaltungserfahrene Interessenten ab dem 1. Juni einreichen. Über die Förderanträge entscheidet eine Jury aus Vertretern der Ressorts Wirtschaft und Kultur, der Wirtschaftsförderung Bremen und der Stadt Bremerhaven gemeinsam.

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