Nach Totalschaden im Kaiserhafen

Drehbrücke in Bremerhaven soll neu gebaut werden

Nachdem die Drehbrücke im Bremerhavener Überseehafen Anfang April kaputtgegangen ist, plant der Bremer Senat nun einen Ersatzbau. In das Projekt sollen über zwei Millionen Euro fließen.
11.05.2021, 15:43
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Drehbrücke in Bremerhaven soll neu gebaut werden
Von Antonia Blome
Drehbrücke in Bremerhaven soll neu gebaut werden

Im April musste die defekte Drehbrücke an der Kaiserschleuse abgebaut werden.

Frank Thomas Koch

Der Bremer Senat hat an diesem Dienstag den Neubau einer Brücke über den Verbindungskanal in Bremerhaven beschlossen. An der in den Jahren 1928 bis 1930 gebauten Nordschleusenbrücke über dem Verbindungskanal, die den Überseehafen Bremerhaven über die Brückenstraße mit der Columbusinsel verbunden hat, kam es Anfang April dieses Jahres zu einem Totalschaden.

In einem ersten Planungsschritt soll durch die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports eine umfassende Variantenbetrachtung erfolgen, um die Vor- und Nachteile des zukünftigen Mechanismus zum Öffnen und zur Lage der Brücke darzustellen. "Eine Grundlage dazu ist eine anzufertigende umfassende Analyse zu den langfristigen hafenbezogenen Entwicklungsperspektiven der Columbusinsel", teilte der Senat mit. Auf Grundlage dieser Studie und einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sei zu entscheiden, für welche Verkehrsträger die zukünftige Querung ausgelegt sein solle.

Die Kosten für die Erstellung der Entwicklungsanalyse und der ES-Bau betragen nach Angaben der Bremenports 2,25 Millionen Euro, die in den Jahren 2021 und 2022 abfließen sollen. Die fachliche Begleitung der Planungen erfolgt durch das Ressort der Senatorin für Wissenschaft und Häfen.

Das Planungsverfahren und die anschließende Umsetzung der Maßnahme werde einen erheblichen Zeitraum benötigen. "Deshalb beschäftigen wir uns innerhalb dieser Planungen auch mit der Frage, wie die verkehrliche Situation im Überseehafen sowohl wasser- wie auch landseitig in der Zwischenzeit so organisiert werden kann, dass insbesondere mit Blick auf die unterschiedlichen wirtschaftlichen Nutzungen der bestmögliche Umgang mit der schwierigen Gesamtsituation erreicht werden kann", teilte Claudia Schilling mit.

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