Bremer Senatsbeschluss

Stufenmodell wird zur Verordnung

Das prinzipiell bereits beschlossene Stufenmodell ist jetzt in die neueste Corona-Verordnung umgesetzt worden. Ab 1. Oktober entscheidet die Zahl der Neuaufnahmen in den Kliniken über Beschränkungen.
28.09.2021, 18:35
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Stufenmodell wird zur Verordnung
Von Timo Thalmann

Das vom Senat bereits in der vorigen Woche beschlossene Stufenmodell zu den Corona-Einschränkungen ist nun Bestandteil der jüngsten, nunmehr 29. Corona-Verordnung. Sie soll ab 1. Oktober gelten, wenn der Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss der Bremer Bürgerschaft sich damit befasst hat. 

Entscheidende Neuerung: Die bisherige 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen als Maßstab für einschränkende Maßnahmen wird ersetzt durch eine Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt die Zahl der Neuaufnahmen je 100.000 Einwohner in den Kliniken in den jeweils zurückliegenden sieben Tagen an. Vorgesehen sind drei Stufen, wobei ab 1. Oktober die erste Stufe gilt. Der Hospitalisierungsinzidenz liegt somit aktuell zwischen drei und sechs.

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In dieser Stufe gilt weiterhin eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen im Nahverkehr und im Einzelhandel sowie - dann auch unter freiem Himmel - bei Großveranstaltungen ab 5000 Personen. Bei Letzteren kann die Maskenpflicht aber entfallen, wenn der Veranstalter eine 2G-Option umsetzt und nur Geimpften und Genesenen den Zutritt gewährt.

Für kleinere Kultur- oder Sportveranstaltungen in Innenräumen gilt in Stufe eins die 3G-Regelung, ebenso wie für die Gastronomie. Zugleich entfällt in der Gastronomie die Maskenpflicht sowie das Abstandsgebot. In der Stufe Zwei bei einer Hospitalisierungsinzidenz zwischen sechs und zwölf wird die Möglichkeit eingeräumt, eine 2G-Regel einzuführen, damit Maskenpflicht und Abstandsregeln weiterhin nicht beachtet werden müssen. Grundsätzlich wird in Stufe zwei aber die Maskenpflicht ausgeweitet auf alle Innenräume mit Publikumsverkehr.

Unterschiede auch bei der Abstandsregel: In der Stufe eins wird empfohlen, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten, in Stufe zwei muss außerhalb der eigenen Wohnung dieser Abstand gewahrt werden, soweit nicht die bekannten Ausnahmen greifen, wie zum Beispiel Uni-, Schul- und Kitabesuch oder auch körpernahe Dienstleistungen mit entsprechenden Hygienekonzepten. Auch Angehörige eines Hausstandes dürfen sich jederzeit und überall näher kommen. 

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