Lob für Aktion von Software-Firma

Skypen für Senioren leicht gemacht

Die Software-Firma Abat+ hilft den Bewohnern von Senioren- und Plegeheimen mit speziellen Laptops, per Skype Kontakt zur Familie zu halten. Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff gehörte zu den ersten Anrufern.
18.04.2020, 08:00
Lesedauer: 1 Min
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Skypen für Senioren leicht gemacht
Von Nina Willborn
Skypen für Senioren leicht gemacht

Über Programme wie den Video-Telefonservice Skype kann man in Zeiten der Kontaktsperre Freunde und Familie wenigstens hören und sehen.

Catherine Waibel/DPA

Dass sie seit Wochen keine Besucher empfangen dürfen und der Kontakt zur Familie und zu Freunden nur sehr eingeschränkt möglich ist, ist besonders für viele Menschen, die in Senioren- und Pflegeeinrichtungen betreut werden, im Moment eine besondere Belastung. Um ihnen ein bisschen zu helfen, und zumindest eine virtuelle Nähe herzustellen, verteilt der Bremer Software-Dienstleister Abat+ speziell ausgestattete Laptops an Einrichtungen. Weil moderne Technik viele Ältere überfordert, sind die Geräte auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. „Auf den Rechnern ist das Video-Telefonie-Programm Skype so eingerichtet, dass man es mit ganz wenigen, leicht zu verstehenden Handgriffen starten kann“, erklärt Abat+-Sprecher Frank Lenk. „Und falls doch etwas nicht funktioniert, stehen für jedes Gerät Paten zur Verfügung, die über eine Hotline zu erreichen sind.“

Insgesamt sind laut Lenk in Bremen seit Gründonnerstag bislang 30 Laptops in drei Einrichtungen ausgeliefert worden, darunter an das Haus Weserhof in Woltmershausen und an die Alloheim-Residenz in Osterholz. Weitere sollen folgen. „Wir sind auch in Absprachen mit der Bremer Heimstiftung darüber, wo unser Service gebraucht werden könnte.“ Eine ähnliche Aktion der Firma läuft auch im saarländischen St. Ingbert.

Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff lobt die Initiative – und setzte sich am Donnerstag auch selbst an sein Tablet, um mit Guido Krawczyk, einem Bewohner des „Weserhofs“, per Internet zu telefonieren. „Die soziale Isolation durch Corona ist gerade für Menschen in Alten- und Pflegeheimen eine enorme Belastung“, sagte Imhoff. „Es freut mich sehr, dass es für die Bewohnerinnen und Bewohner im Haus Weserhof jetzt eine neue Möglichkeit gibt, ihre Verwandten zu sehen und sich auszutauschen.“ Er halte gesellschaftlichen Zusammenhalt in dieser Zeit für wichtiger denn je. „Wir müssen füreinander da sein, und da kann schon ein kurzer Schnack helfen.“

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