Ehrung im Klimahaus

Bremer Sozialsenatorin Stahmann lobt das Ehrenamt

Im Klimahaus in Bremerhaven hat Sozialsenatorin Anja Stahmann besonders aktive Freiwillige geehrt. In Bremen liegt die Rate der Ehrenamtlichen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
28.10.2019, 20:42
Lesedauer: 2 Min
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Bremer Sozialsenatorin Stahmann lobt das Ehrenamt
Von Frauke Fischer
Bremer Sozialsenatorin Stahmann lobt das Ehrenamt

42 Prozent der Bremer und Bremerhavener sind laut Anja Stahmann im Einsatz, ohne dafür bezahlt zu werden.

Christina Kuhaupt

Es hat schon Tradition. Zweimal im Jahr gibt die Bremer Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) an ehrenamtlich besonders Aktive in Bremen und Bremerhaven sogenannte Ehrenamtskarten aus. Wer sich mindestens fünf Stunden pro Woche für andere Menschen in Vereinen oder Organisationen ohne Entgelt einsetzt, hat die Möglichkeit, an vielen Orten in den beiden Städten und in Niedersachsen Vergünstigungen zu bekommen. In Einrichtungen wie Museen gibt es beispielsweise vergünstigte Eintrittskarten. Die Karten ermöglichen auch in anderen Einrichtungen verschiedene Vorteile. Im Klimahaus Bremerhaven, das nun ebenfalls besonders engagierten Freiwillige kostengünstigeren Zugang zugesteht, hat die Senatorin diese Ehrenamtskarten verteilt.

1400 Einrichtungen und Vereine haben sich der senatorischen Idee inzwischen angeschlossen. So sind nach Auskunft der Senatorin 42 Prozent der Bremer und Bremerhavener in beiden Städten im Einsatz, ohne dafür bezahlt zu werden. Das Ehrenamt habe für all diese, oft älteren, Männer und Frauen, aber auch für junge Menschen einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Wer bereits als junger Mensch begonnen habe, sich für andere zu engagieren, bleibe oft bis ins hohe Alter aktiv, wenn es Gesundheit und Lebenszustände zulassen. Das stellten Verantwortliche in den Sportvereinen und anderswo immer wieder fest. Etliche Einrichtungen könnten ohne diese Unterstützung gar nicht existieren. So seien ältere Frauen beispielsweise in Krankenhäusern und karitativen Einrichtungen als Vorleserinnen im Einsatz. Damit machten sie Menschen, denen es schlechter geht, eine Freude. Sie seien aus dem Alltag der Bewohner in Heimen und Kliniken gar nicht mehr wegzudenken.

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Ähnliches gelte laut Stahmann für Sportvereine, in denen Freiwillige als Trainer und in verschiedenen anderen Rollen agieren. Auch ihnen komme im Gegenzug Anerkennung entgegen und sie könnten oftmals auch dem Spaß an Bewegung und frischer Luft etwas abgewinnen. Sie kämen in den Vereinen und Organisationen in Kontakt mit Gleichgesinnten, könnten sich austauschen und damit noch anderen helfen, denn diese Einsätze bereicherten auch die Aktiven. Sie erhielten Wertschätzung und Anerkennung. Bremerinnen und Bremer seien laut Sozialressort in vielfältigen Aufgaben besonders aktiv, denn die Rate der Ehrenamtlichen liege deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

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