Niedrige Zahlen

Bremer spenden weniger Organe

Im vergangenen Jahr wurden in Bremen 15 Spenderorgane entnommen, elf weniger als im Vorjahr. Dagegen ist die Zahl der Transplantationen von zehn auf 25 gestiegen.
11.01.2019, 19:23
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Von dpa
Bremer spenden weniger Organe

Die Zahlen der Organspenden sind in 2018 dramatisch gefallen.

Axel Heimken

In Bremen ist die Zahl der Organspender binnen eines Jahres von sieben auf vier gesunken. Das teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation am Freitag mit. 2018 wurden demnach in der Hansestadt 15 Spenderorgane entnommen, elf weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Transplantationen stieg allerdings im kleinsten Bundesland von zehn auf 25.

In Niedersachsen blieb die Zahl der Organspender im Vergleich zu 2017 dagegen konstant: 2018 spendeten 62 Menschen nach ihrem Tod Organe, im Vorjahr waren es 64. Die Zahl der entnommenen Organe stieg von 209 auf 221. Allerdings nahm die Zahl der Organübertragungen deutlich zu, nämlich von 347 auf 416.

Damit liegt Niedersachsen im Ländervergleich nach Nordrhein-Westfalen und Bayern an dritter Stelle bei den Transplantationen. Bundesweit wurden den Angaben zufolge insgesamt 3264 Organe von Verstorbenen in deutschen Kliniken transplantiert, das waren 18 Prozent mehr als 2017. Dennoch stehen in Deutschland noch immer etwa 9400 Patienten auf den Wartelisten (Stand Dezember 2018). Viele Patienten sterben während der Wartezeit auf ein Organ.

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