Altstadt

Bremer Streichquartett spielt Debussy und Schubert

Ein international besetztes Quartett lädt unter dem Namen „Bremer Streichquartett“ am Dienstag zu seinem Debütkonzert in die Kirche Unser Lieben Frauen ein. Gespielt werden Stücke von Claude Debussy und Franz Schubert.
09.02.2014, 00:00
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Von NINA HEINRICH

Ein international besetztes Quartett lädt unter dem Namen „Bremer Streichquartett“ am Dienstag zu seinem Debütkonzert in die Kirche Unser Lieben Frauen ein. Gespielt werden Stücke von Claude Debussy und Franz Schubert.

Mitten in Bremen haben sich vier junge Musikerinnen und Musiker gesucht und gefunden: Beim Studium an der Hochschule für Künste (HfK) haben sich der französische Cellist Clovis Michon (26), der slowakische Bratschist Karol Grondzel (26) und die beiden Geigerinnen Nataliya Salavei (27), eine gebürtige Weißrussin, und die Südkoreanerin Jin Kim (26), kennengelernt. Als das „Bremer Streichquartett“ laden sie zu ihrem Debütkonzert für Dienstag, 11. Februar, um 20 Uhr in die Kirche Unser Lieben Frauen ein. Auf dem Programm stehen Stücke von Claude Debussy und Franz Schubert.

Gegründet worden ist das Quartett zwar bereits im Mai 2012, in der jetzigen Besetzung spielt es aber erst seit vier Monaten zusammen. Den ersten gemeinsamen Auftritt begleitet der international bekannte Cellist Alexander Baillie, der seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen ist und im Ostertor wohnt.

Der gebürtige Schotte, Jahrgang 1956, hat unter anderem mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist bei Konzerten und internationalen Festivals auf. „Für uns bedeutet es eine große Ehre, gemeinsam mit Baillie zu musizieren“, sagt Clovis Michon, der Cellist des Quartetts.

Für das Debüt hat das Quartett das einzige Streichquartett von Claude Debussy gewählt: „Das Opus 10 zählt zu seinen frühen Werken und erinnert mich an ein Gemälde: Es ist farbig und atmosphärisch und strahlt auf eine träumerische Art viel Energie aus“, beschreibt Clovis Michon, was das Publikum erwartet. Ganz anders hingegen das Streichquintett von Franz Schubert, das habe durch das zweite Cello „sehr viel Power und Drama“. Schubert war bereits krank, als er es komponierte, was sich in der Musik widerspiegelt.

Michon und Kim leben seit drei Jahren in Bremen, Salavei und Grondzel bereits seit rund acht Jahren. Drei bis vier Mal pro Woche proben sie gemeinsam für etwa drei Stunden, meistens an der HfK in der Dechanatstraße. Manchmal treffen sie sich auch in Horn, wo Salavei wohnt – praktischerweise über einem Geschäft für Musikinstrumente.

Die vier jungen Musikerinnen und Musiker mögen die entspannte Atmosphäre in Bremen und schätzen das qualitativ hochwertige Angebot der HfK. Nach langen Überlegungen, wie sie sich nennen sollten, „kam der Name zu uns“, erzählt Clovis Michon, der in der Neustadt lebt. „,Bremer Streichquartett’ passte am besten – und der Name war noch nicht vergeben.“

Im Juni kann das „Bremer Streichquartett“ dann erneut sein Können mit Beethoven- und Tschaikowsky-Werken unter Beweis stellen – dann in der Kulturkirche St. Stephani in der westlichen Altstadt. Und vielleicht klappt es ja irgendwann auch mit einer Konzertreihe im Rathaus – damit würde für das Quartett ein Traum in Erfüllung gehen.

Karten für das Konzert am Dienstag, 11. Februar, 20 Uhr, in der Unser-Lieben-Frauen-Kirche sind an der Abendkasse für 16 Euro, ermäßigt acht Euro, erhältlich, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Vorab können Eintrittskarten für zwölf beziehungsweise sechs Euro per E-Mail unter bremerstreichquartett@gmail.com bestellt werden.

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