Bremer Tierschutzverein

Kundgebung gegen Affenversuche

Die Universität hat die Fortsetzung der umstrittenen Affenversuche beantragt. Dagegen protestiert der Tierschutzverein. Am Sonnabend soll in der Innnenstadt eine Kundgebung stattfinden.
23.09.2021, 15:05
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Kundgebung gegen Affenversuche
Von Michael Brandt

Der Tierschutzverein fordert weiterhin ein Ende der Affenversuche an der Universität und hat deshalb zu einer Kundgebung aufgerufen. Sie ist für Sonnabend, 25. September, um 10.45 Uhr auf dem Marktplatz geplant. Hintergrund sei, heißt es seitens des Tierschutzvereins, dass Professor Andreas Kreiter einen Antrag auf Verlängerung gestellt hat. Der Tierschutzverein fordert die Senatorin für Gesundheit, Claudia Bernhard (Linke), in einem Schreiben auf, die weitere Versuchsreihe nicht zu genehmigen.

Unterstützt werde die Veranstaltung unter anderem vom Verein Ärzte gegen Tierversuche sowie von weiteren Tierschutzorganisationen. Nach einer Rede der Vorsitzenden Brigitte Wohner-Mäurer ist ein Demonstrationszug durch die Innenstadt geplant. Gegen 12.30 Uhr sollen Frank Meuser vom Deutschen Tierschutzbund und Robert Porzel (Ärzte gegen Tierversuche) im Rahmen einer Abschlusskundgebung sprechen. Der Tierschutzverein schreibt: "Mehr als 1.500 Affen sterben in Deutschland offiziellen Statistiken zufolge Jahr für Jahr in qualvollen Tierversuchen. Die Hirnversuche, die in Bremen an Affen durchgeführt werden, stehen exemplarisch für fragwürdige Experimente an unseren nächsten Verwandten im Tierreich."

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Der Antrag auf eine Verlängerung der Versuche liegt, wie berichtet, seit Juli 2021 bei der Behörde vor. Seit 1988 forscht der Neurobiologe Andreas Kreiter an Makaken. Um diese Versuche hat es in der Vergangenheit eine Auseinandersetzung zwischen Teilen des  Senats und der Universität gegeben. Die Bremer Regierung hatte den Versuch unternommen, die Versuche zu verbieten, 2014 aber entschied das  Bundesverwaltungsgericht zugunsten der Forschung.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hat sich gegenüber unserer Zeitung  bereits Mitte vergangenen Jahres über einen möglichen Fortgang der Forschung an Affen geäußert: „Ich stehe Tierversuchen durchaus kritisch gegenüber. Wir müssen jedoch auch die gültige Rechtslage einbeziehen und die zwingt uns zu einer differenzierten Betrachtung der Situation.“

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