Gefahr im Straßenverkehr

Bremer Verkehrssenator warnt vor Elektrorollern

Joachim Lohse sieht die Nutzung von Elektrorollern kritisch. Erlaubt sind sie ab einem Alter von zwölf Jahren, doch verfügen Jugendliche dann noch nicht ausreichend Erfahrung im Straßenverkehr, so Bremens Verkehrssenator.
04.04.2019, 19:08
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Bremer Verkehrssenator warnt vor Elektrorollern

Der Weg für die E-Scooter ist auch in Deutschland frei – jetzt muss nur noch der Bundesrat abstimmen.

Nicolas Armer/dpa

Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) hat vor der Freigabe kleiner Tretroller mit Elektromotor für Gehwege gewarnt. Jugendliche ab zwölf Jahren verfügten meist nicht über ausreichende Erfahrung im Straßenverkehr, um die oft komplexen Verkehrssituationen auf Gehwegen mit E-Rollern beherrschen zu können. „Konflikte mit Fußgängern sind auch angesichts der Geräuscharmut der E-Roller vorprogrammiert“, sagte Lohse.

Er will am Freitag, 5. April, bei der Verkehrsministerkonferenz in Saarbrücken einen entsprechenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung stellen, der die Freigabe für „Elektrokleinstfahrzeuge“ für Gehwege ablehnt. „Ich habe den Eindruck, die Industrie möchte endlich die Roller im Frühjahr unters Volk bringen und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer möchte E-Rollerfahrer nicht im Straßenverkehr haben, es könnten ja zu viele werden“, sagte Lohse mit Blick auf einen Bericht des Ministeriums.

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Lohse warf Scheuer (CSU) vor, sich über den Rat seiner eigenen Experten der Bundesanstalt für Straßenwesen hinwegzusetzen. Nach deren Gutachten habe die Nutzung von Gehwegen selbst bei nur sechs km/h wegen des möglichen Konfliktpotenzials mit Fußgängern zu unterbleiben. (dpa)

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