Bedrohliche finanzielle Schieflage

Senat will Weserstadion GmbH retten

Wegen fehlender Einnahmen aus Ticketverkäufen für Werder-Heimspiele droht der Bremer Weserstadion GmbH (BWS) der finanzielle Kollaps. Der Senat will am Dienstag über Stützungsmaßnahmen entscheiden.
23.10.2020, 19:20
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Senat will Weserstadion GmbH retten
Von Jürgen Theiner

Der Bremer Senat plant eine finanzielle Notoperation, um die angeschlagene Bremer Weserstadion GmbH (BWS) zu stabilisieren. Die Gesellschaft, die zu gleichen Teilen Werder Bremen und der städtischen Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) gehört, steuert wegen fehlender Einnahmen auf die Zahlungsunfähigkeit zu. Hintergrund ist die Corona-Krise, die auch dem Profi-Fußball zusetzt: Wenn wie zuletzt keine oder nur sehr wenige Fans ins Stadion kommen dürfen, fehlt der BWS über die Saison hinweg Geld in Millionenhöhe.

Wie zugespitzt die wirtschaftliche Lage der Weserstadion GmbH ist, geht aus einer Entscheidungsvorlage für die Senatssitzung am kommenden Dienstag hervor, die dem WESER-KURIER vorliegt. Sollten keine Hilfsmaßnahmen ergriffen werden, „wäre die BWS zum Jahresende zahlungsunfähig und zum Ende des Geschäftsjahres bilanziell überschuldet“, heißt es dort.

Geplant ist nun, dass sowohl die Stadt über die WFB als auch Werder Bremen jeweils 3,5 Millionen Euro bereitstellen, um die Weserstadion GmbH liquide zu halten. Den städtischen Anteil will der Senat aus dem sogenannten Bremen-Fonds entnehmen, einem kreditfinanzierten Finanztopf, den die Bürgerschaft im Sommer zur Milderung der Pandemiefolgen beschlossen hatte.

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