Polizeieinsatz am Ziegenmarkt Bewaffneter erschreckt Passanten

Ein Mann mit Pistole hält Passanten und Geschäftsleute am Ziegenmarkt in Atem. Für mindestens eine halbe Stunde stockt am Nachmittag der Verkehr, die Polizei ermittelt.
17.06.2021, 20:54
Lesedauer: 1 Min
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Bewaffneter erschreckt Passanten
Von Justus Randt

Der Mann in dem Ladenlokal im Steintorviertel ist sichtlich geschockt. Mehrere Versuche seien nötig gewesen, um die Polizei zu erreichen. Möglicherweise deshalb, weil der sonnengeflutete Ziegenmarkt von vielen Passanten und Straßenlokalgästen bevölkert ist – und weil viele zugleich versucht haben das dramatische Ereignis zu melden: Aus Richtung Sielwall soll wenige Minuten nach 17 Uhr ein Mann angelaufen gekommen sein, der mutmaßlich mit einer Schusswaffe herumfuchtelte.

Während sich viele Fußgänger schnell entfernten, um sich in Sicherheit zu bringen, versammelten sich auch Schaulustige am Straßenrand gegenüber der Helenenstraße. "Trotz der Pistole, ich kann das nicht verstehen", sagt eine Geschäftsfrau. Mehrere verängstigte Passantinnen und Passanten flüchteten sich in die nahe gelegene Buchhandlung, deren Tür daraufhin erst einmal abgesperrt wurde.

Wenige Minuten später, gegen 17.10 Uhr, trafen fünf Polizeifahrzeuge ein. Kurz darauf sahen Anlieger, wie eine Person am Eingang der Helenenstraße von mehreren Angreifern niedergeschlagen wurde. Ob es nur ein Gerücht ist, dass das Opfer eine Polizistin ist, konnte die Leitstelle noch nicht beantworten. Die Beamten sind aktuell noch im Einsatz. Fest steht unterdessen, dass ein georderter Rettungswagen wieder abgezogen wurde. Was es mit dem bewaffneten Mann auf sich hat, war auch um 20.30 Uhr noch nicht zu erfahren. Die Polizei hatte noch keine Klarheit über den Vorfall.

Die Leitstelle bestätigte aber, wegen eines Mannes mit Schusswaffe alarmiert worden zu sein. Das Motiv des aggressiven Auftritts ist noch ebenso unklar wie die Antwort auf die Frage, ob es eine Festnahme gegeben hat und ob eine Schusswaffe sichergestellt wurde. Dass bei dem Einsatz eine Polizistin angegriffen worden sei, könne nicht bestätigt werden, hieß es.

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