Bremerhaven Nordmole wird komplett abgerissen

Nach dem Zusammenbruch eines zweiten Abschnitts der maroden Nordmole in Bremerhaven soll das rund 250 Meter lange Bauwerk bis Ende des Jahres komplett abgerissen werden.
14.09.2022, 16:02
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Von wk

Ein Sprecher der Hafengesellschaft Bremenports sagte am Mittwoch, dieser Schritt sei notwendig, da andernfalls die Gefahr bestehe, dass weitere Teile abbrechen könnten. Die ursprüngliche Planung hatte vorgesehene, nach dem Rückbau des Leuchtturms nur den abgesackten Bereich der Mole und den Kopf zurückzubauen. Am Montag hatte der Rückbau begonnen, am Dienstag war schließlich ein weiterer, rund 50 Meter langer Teil aus der Mitte des Bauwerks eingestürzt, das sich an der Mündung zum Fluss Geeste befindet.

Bis Ende Oktober soll ein Wall zum angrenzenden Strandbad entstehen, kündigte der Sprecher an. Als Material könnten Sandsäcke, Steine oder Spundwände dienen. Ziel sei, dass der Sand aus dem Strandbad bei einer Sturmflut die Geestemündung nicht versande.

„Eine Beeinträchtigung der Schifffahrt hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben“, sagte der Geschäftsführer der Hafenmanagementgesellschaft, Robert Howe, am Mittwoch. Der abgesackte Bereich der Mole befinde sich in einer stabilen Situation. Abhängig von der Verfügbarkeit der benötigten Großgeräte sei für den Rückbau der Nordmole ein Zeitraum von drei bis vier Monaten erforderlich. Die Planungen für das neue provisorische Molenfeuer haben sich durch die Entwicklungen nicht verändert, so Howe weiter. Dies soll ab Anfang Oktober errichtet werden. Für den Bau und den Abriss einer neuen Mole sind Gesamtkosten von 25,4 Millionen Euro eingeplant.

Howe hob hervor, dass durch den Rückbau der Mole keinerlei Auswirkungen auf den Hochwasserschutz entstehen.

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