Schüler und Lehrer betroffen

Bremerhaven schickt 800 Personen in Quarantäne

Nach insgesamt zehn Corona-Fällen an sechs Schulen, einer Kindertagesstätte sowie einem Hort hat das Gesundheitsamt Bremerhaven insgesamt 800 Personen in Quarantäne geschickt.
30.10.2020, 22:23
Lesedauer: 1 Min
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Bremerhaven schickt 800 Personen in Quarantäne
Von Max Seidenfaden

Das Bremerhavener Gesundheitsamt hat am Freitag vorsorglich 800 Kinder, Lehrer und Betreuungspersonal in Quarantäne geschickt. Zuvor waren an sechs Schulen, einer Kindertagesstätte sowie einem Hort insgesamt zehn Corona-Fälle nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt reagierte darauf und schickte jeweils die betroffene Kohorte in eine vorsorgliche Quarantäne. „Wir haben in den Einrichtungen kein Ausbruchsgeschehen. Die schnellen und konsequenten Maßnahmen wurden getroffen, um eins zu verhindern“, erklärte Ronny Möckel, Leiter des Krisenstabs und des Gesundheitsamtes.

Da die betroffenen Kinder und Lehrkräfte nicht als infiziert gelten, müssten die Familienangehörigen zunächst nicht in Quarantäne. Es werde jedoch empfohlen, den Kontakt zu anderen Personen so gering wie möglich zu halten. „Natürlich hört sich die Zahl 800 Personen im ersten Moment besorgniserregend an, allerdings handelt es sich hierbei um eine reine Vorsorgemaßnahme“, betont Michael Frost, Dezernent für Schulen und Jugend in Bremerhaven. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten sich die betroffenen Schüler und Lehrkräfte nicht in den Schulen infiziert.

Containment-Scouts und das Gesundheitsamt wollen am Wochenende nun ermitteln, wie nah der Kontakt der Personen in Quarantäne mit den Infizierten war. Die Nachverfolgung könne aufgrund der hohen Personenzahl jedoch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Quarantäne ist derweil nicht mit einem Schulausfall gleichzusetzen. "Für die betroffenen Schüler wird es einen Distanzunterricht geben", erklärt Frost. Zudem kündigte er an, dass die Kohorten gemäß dem Reaktionsstufenplan ab der nächsten Woche verkleinert werden. "Diese Maßnahme wird voraussichtlich Einschränkungen zum Beispiel bei der Früh- und
Spätbetreuung bedeuten", so Frost. Diese Entscheidung müsse aber getroffen werden, um den Schul- und Kitabetrieb langfristig aufrecht zu erhalten.

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