Rund 220 Schiffe machen in Häfen fest Bremerhaven wirbt schon für Sail 2015

Die Sail 2015 in Bremerhaven: Das Programmbuch ist bereits erschienen und macht Appetit auf das Windjammertreffen im August. Die Organisatoren ärgern sich allerdings über einige Trittbrettfahrer.
25.11.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Frank Miener

Die Sail 2015 wird in Bremerhaven bereits sichtbar: Das offizielle Programmbuch ist erschienen und soll Appetit machen auf das Windjammertreffen vom 12. bis 16. August. Außerdem wirbt jetzt ein Linienbus für das Großereignis. Die Organisatoren ärgern sich allerdings über einige Trittbrettfahrer, die auf der Sail-Welle mitsegeln wollen.

„Wir werden eine wunderschöne Veranstaltung erleben“, ist sich Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken sicher, der das Organisationskomitee für die Veranstaltungsreihe leitet. 220 Schiffe werden erwartet, darunter elf Großsegler mit mindestens drei Masten. „Sie werden in allen Häfen festmachen und die ganze Stadt begeistern“, ist sich Beneken sicher. Nicht nur der Neue und der Alte Hafen in der Innenstadt werden Sail-Orte sein, sondern auch der Fischereihafen.

Zur Vorbereitung auf das Windjammertreffen dient das jetzt erschienene Programmbuch, in dem unter anderem die Schiffe porträtiert werden. „Wir wollen damit auch die Bremerhavener auf die Sail einstimmen“, sagt Organisationsleiter Heino Tietjen. 144 Seiten ist das Buch stark, das bei den Tourist-Informationen, an Tankstellen und anderen ausgewählten Orten für drei Euro verkauft wird. „Eigentlich waren bislang alle Sail-Bücher immer der Renner und ein Top-Souvenir“, so Tietjen. Neben den Schiffsporträts werden schon viele der rund 100 Programmpunkte vorgestellt, die während der Sail geboten werden. Dazu gehören Konzerte des Stadttheaters und der Band „Santiano“ auf der Seebäderkaje sowie zahlreiche andere Angebote. „Wir feilen weiter am Programm und werden noch einiges hinzuholen“, ist sich Tietjen sicher.

Ist der Fünf-Jahres-Abstand zu groß?

In diesem Frühjahr war eine Debatte um Verlegung oder Ausdünnung der Sail entbrannt. Anlässlich der ersten Präsentation des Tourismuskonzepts 2020 hieß es damals, man müsse über Form und Rhythmus des Windjammertreffens nachdenken. Spekuliert wurde sogar über das Ende der alle fünf Jahre stattfindenden Veranstaltung. Zwar kämen regelmäßig über eine Million Menschen zur maritimen Schau nach Bremerhaven, aber die Marke reiche als Werbung für die Stadt nicht aus, hieß es. „Es gibt Untersuchungen, nach denen der Fünf-Jahres-Abstand zu groß ist, um die Marke ,Sail’ mit der Stadt Bremerhaven zu verbinden“, erläuterte damals Tourismuschef Raymond Kiesbye.

„Die Sail selbst stand aber nie zur Debatte“, sagte Kiesbye unlängst im Wirtschaftsausschuss. Vielmehr müsse die Marke flankiert und ausgebaut werden. Deshalb soll der Begriff künftig auch auf die Festwoche angewendet werden. Eine „richtige“ Sail in jedem Jahr sei nicht zu finanzieren.

Ärger über Trittbrettfahrer

Für die Organisatoren steht dennoch, natürlich, außer Frage, dass die Veranstaltung hervorragend wird: „Es zeichnet sich schon heute ab, dass wir eine der schönsten Sails seit der Premiere erleben werden“, sagt Stadtverordnetenvorsteher Beneken.

Eines allerdings ärgert ihn: Bereits jetzt versuchen Unternehmen, auf der Sail-Welle mitzuschwimmen. Beneken: „Es gibt eine Arbeitsvermittlung in Bremerhaven, die mit dem Begriff ,Sail-In’ und einem stilisierten Segel auf ihrem Briefkopf wirbt. Das ist unverschämt.“ Dies sei nicht abgesprochen gewesen, „das ärgert uns sehr“. Die Veranstaltung gehöre der Stadt und sei kein beliebiger Werbeträger, betont der Stadtverordnetenvorsteher. Das offizielle Logo sei zwar geschützt, doch einen Begriff wie „Sail Bremerhaven“ könne man markenrechtlich nur schwer eintragen lassen.

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